Fische wie Schwarzmundgrundeln oder Pflanzen wie Beifuss-Ambrosien rücken ins Visier der EU: Das EU-Parlament beschloss am Mittwoch in Strassburg, die Ausbreitung schädlicher Tiere und Pflanzen einzudämmen, die ursprünglich nicht in Europa zu Hause waren.
Solche invasiven Arten verursachen nach Schätzungen der EU-Kommission jährlich einen Schaden von mindestens zwölf Milliarden Euro in der EU. Sie können heimische Arten verdrängen und teils auch Gesundheitsprobleme auslösen.
Besonders gefährliche Arten sollen künftig aufgelistet werden. Die EU-Kommission soll hierzu nach Angaben eines EU-Diplomaten Vorschläge machen. Die Tiere oder Pflanzen auf der Liste dürfen nicht in die EU eingeführt und hier verkauft, gehalten oder freigelassen werden.
Hier sollen auch gezielte Kontrollen an den europäischen Aussengrenzen helfen. Bei fremden Arten, die bereits nach Europa gelangt sind, sollen die Staaten herausfinden, wie sich die unerwünschten Tiere und Pflanzen verbreitet haben.
Die EU-Länder müssen der Regelung noch formal zustimmen. Eine informelle Einigung mit dem EU-Parlament gibt es schon.