Sicherheit und Hygiene bei der Erzeugung von Sprossen sollen verbessert werden. Mit verschärften Kontrollen will die EU-Kommission zukünftig die Verschmutzung mit EHEC-Erregern verhindern.
Denn der Schrecken sitzt noch tief. Im Mai 2011 führten mit EHEC-Erregern verseuchte Lebensmittel zu Todesfällen. Unsicherheiten über die Ursache der Infektion ließen den Gemüseabsatz in der EU kurzfristig einbrechen. Später wurden ägyptische Bockshornkleesprossen als Erreger ausgemacht.
Um EHEC-Krisen zukünftig zu vermeiden, will die EU-Kommission die Produzenten schärfer kontrollieren. Die EU-Mitgliedstaaten stimmen am Montag in Brüssel einem Massnahmenpaket zu. Demnach sollen die nationalen Behörden alle Sprossenerzeuger registrieren, nachdem sie die Einhaltung der Hygienevorschriften geprüft haben. Zudem sollen die Rückverfolgbarkeit von Saaten zur Sprossenherstellung garantiert und Tests auf EHEC-Erreger vorgeschrieben werden.