Forscher sagen fungizidresistenten Pilzen den Kampf an

Krankheiten verursachende Pilze, die gegen herkömmliche Fungizide resistent sind, werden immer zahlreicher. Das ist ein Problem für Medizin und Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope will deshalb neue natürliche Fungizide finden.

Krankheiten verursachende Pilze, die gegen herkömmliche Fungizide resistent sind, werden immer zahlreicher. Das ist ein Problem für Medizin und Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope will deshalb neue natürliche Fungizide finden.

Zu diesem Zweck ruft Agroscope ein Forschungsprogramm ins Leben, an dem auch das Lausanner Mikrobiologie-Institut IMUL sowie die Universität Genf beteiligt sind. Dank den Ergebnissen sollen Therapien mit Pilzbekämpfungsmitteln entwickelt werden, welche die aktuellen Resistenzprobleme überwinden können, teilte Agroscope am Dienstag mit.

Bei Mensch und Tier seien Pilzinfekte oft Ursache für schwere Krankheiten, schreibt Agroscope und führt als Beispiel die Kryptokokkose auf. Diese befällt den Menschen über das Einatmen von Pilzsporen in Erde und Staub und breitet sich von den Lungen über das Blut im ganzen Körper aus. Unbehandelt verläuft die Krankheit, die bei HIV-Patienten besonders häufig auftaucht, meist tödlich.

In der Landwirtschaft beeinträchtigen Pilze die Pflanzen und damit auch den Ertrag, erklärt Agroscope weiter. Dies könne eine verminderte Qualität der Lebensmittel zur Folge haben. Viele dieser Schädlinge sind bereits heute gegen herkömmliche Fungizide resistent. Da in den kommenden Jahren zudem neue Resistenzen auftreten würden, müssten schleunigst neue Substanzen her.

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