Fungizidbeizung tötet Bodenpilze nicht ab

Fungizide zum Beizen von Saatgut sollen Keimlinge vor Krankheiten schützen. Wie Agroscope schreibt, können sie aber nicht nur Schaderreger, sondern auch nützliche Bodenpilze beeinträchtigen.

sum |

Zu diesen zählen Mykorrhizapilze, die die Nährstoffaufnahme und die Bodenstruktur verbessern. Eine Studie des Kompetenzzentrums hat gezeigt, dass Fungizidbeizen im Maisanbau je nach Massstab unterschiedlich auf Mykorrhizapilze wirken. Auf der Ebene einzelner Pilzsporen kann die Keimung deutlich gehemmt sein. Diese Effekte lassen sich jedoch nicht direkt auf das Pflanzenwachstum oder die Maiserträge im Feld übertragen.

Damit relativiere sich die Aussagekraft isolierter Labortests für die Praxis, so Agroscope. Im Feldversuch würden die negativen Einflüsse von Beizmitteln auf Mykorrhizapilze weniger stark ausfallen als unter kontrollierten Laborbedingungen. Umweltfaktoren wie Bodenbeschaffenheit, Mikroorganismen und Wetterbedingungen würden die tatsächliche Wirkung beeinflussen. In vielen Fällen bleibt die Mykorrhiza-Besiedlung der Pflanzen also trotz Beizung erhalten, wenn auch teilweise reduziert. 

Kommentare (2)

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  • Dexter | 22.07.2026
    Schlechter Titel. Offensichtlich kann man alles so drehen wie man will. Die original Studie ist sogar noch deutlich klarer als der Artikel von agrarforschungschweiz.
  • Jürg | 22.07.2026
    Der Titel ist ganz klar falsch und verdreht die Tatsache .
    Offenbar schaden die Fungizide dem Bodenleben
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