Bern: Pflaumenrüssler im Visier

Rund 4,5 Hektaren Steinobstanlagen im Kanton Bern wurden zwischen Anfang Juni und Anfang Juli zum ersten Mal auf den Nordamerikanischer Pflaumenrüssler kontrolliert. Es seien aber keine befallenen Früchte oder Pflanzen entdeckt worden, teilt der Verband Berner Früchte mit.

Wie bereits letztes Jahr seien auch dieses Jahr Steinobstanlagen auf die Quarantäneorganismen Asiatischer Moschusbockkäfer, Nordamerikanischer Pflaumenrüssler sowie das Feuerbakterium kontrolliert worden. Dabei sei der Nordamerikanische Pflaumenrüssler zum ersten Mal auf der Kontrollliste gestanden, schreibt der Verband Berner Früchte in seinem offiziellen Mitteilungsorgan.

Der Nordamerikanischer Pflaumenrüssler stammt ursprünglich aus Nordamerika und befällt als Hauptwirtspflanzen Zwetschgen und Pfirsiche, daneben aber auch eine Reihe anderer Obstarten wie Kirschen, Apfel, Birne, Heidelbeere, Stein- und Wildobstarten.

Fruchtnarben als Folge

Die Käfer fressen Blüten, Blätter und Früchten und legen Eier in die jungen Früchte. Frass und Eiablage verursachen in der Folge Fruchtnarben. Werden die Früchte früh in der Saison befallen, fallen diese vorzeitig ab.

Später in der Saison befallene Früchte hätten aufgrund des Vorhandenseins der Larven keinen Marktwert, heisst es in der Mitteilung.Bei der Überwachung von Aprikosen, Zwetschgen und Damassine liege der Fokus bei der Kontrolle auf vorzeitig zu Boden gefallenen Früchten, schreibt der Verband Berner Früchte weiter.

Einschleppung verursacht Kosten

Sei kein solches Fallobst vorhanden, so würden reifende Früchte am Baum in die Kontrolle einbezogen. Da bei Kirschen das vorzeitige Herunterfallen von befallenen Früchten nicht stattfinde, würden bei der Kontrolle von solchen Wirtspflanzenbeständen nur reifende Früchte am Baum kontrolliert.

Bei der diesjährigen ersten Kontrolle des Pflaumenrüsslers seien aber keine befallenen Früchte oder Pflanzen entdeckt worden. Der Pflaumenrüssler gehört in Obstanbaugebieten im Osten von Kanada und den USA zu den Hauptschädlingen.

Im Falle einer Einschleppung sei der zu erwartende Schaden in Europa hoch und es sei mit zusätzlichen Kosten für Bekämpfungsmassnahmen zu rechnen, warnt der Verband und ruft Steinobstproduzentinnen und -produzenten dazu auf, bei der Ernte entdeckte auffällige Symptome der Fachstelle Pflanzenschutz oder der Fachstelle für Obst und Beeren zu melden. 

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