
Aus Sicht des SBV sollte die Schweiz europäische Zulassungen für Pflanzenschutzmittel möglichst einfach übernehmen.
Agrarfoto
Nach Angaben des SBV zeigt der Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle, dass das heutige Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel zu komplex ist. Demnach fehlen effiziente Abläufe sowie verbindliche Fristen für die Bearbeitung der Gesuche.
Der Verband wertet den Bericht als Bestätigung seiner langjährigen Forderung nach einer Vereinfachung des Verfahrens.
Orientierung an europäischen Zulassungen
Aus Sicht des SBV sollte die Schweiz europäische Zulassungen für Pflanzenschutzmittel möglichst einfach übernehmen. Dadurch liessen sich neue bürokratische Strukturen und zusätzliche Kosten vermeiden. Gleichzeitig fordert der Verband klare Fristen für die Bearbeitung der Dossiers sowie einen Abbau der hängigen Gesuche.
Der SBV verweist zudem auf die parlamentarische Initiative Bregy 22.441 «Modernen Pflanzenschutz in der Schweiz ermöglichen». Mit deren Annahme habe das Parlament im Jahr 2025 den Weg für raschere und verlässlichere Zulassungsverfahren vorgegeben. Dieser Auftrag müsse nun umgesetzt werden.
Sorge um Produktionsfähigkeit
Der Bauernverband hält fest, dass Wirkstoffe nicht vom Markt genommen werden sollten, ohne den Landwirtschaftsbetrieben praxistaugliche Alternativen zur Verfügung zu stellen. Zusätzliche Stellen und höhere Zulassungsgebühren lehnt der Verband ab.
Stattdessen brauche es rasch konkrete Verbesserungen, damit der Schutz der Kulturen und die Produktionsfähigkeit des Schweizer Pflanzenbaus gewährleistet bleiben.