Syngenta steigert operativen Gewinn trotz tieferem Umsatz

Syngenta hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 den Betriebsgewinn bei etwas tieferen Umsatz leicht verbessert. Der Agrochemiekonzern hat dafür das Geschäft auf ertragsstärkere Bereiche fokussiert.

awp |

In den Monaten Januar bis September sank der Umsatz des Konzerns im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 17,3 Milliarden US-Dollar (14,2 Md. Fr.), wie der Pflanzenschutz- und Saatguthersteller am Freitag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen wären die Verkäufe gar um 8 Prozent geschrumpft.

Landwirte kaufen vorsichtiger ein

Der Rückgang resultierte primär aus der Reduktion des margenschwachen Getreidehandels in China und weiterer weniger profitabler Bereiche. Wird dieser Effekt ausgeklammert, ergab sich laut Syngenta beim Umsatz ein Plus von 1 Prozent. Die neu einführten Technologien etwa hätten überdurchschnittliche Preise eingebracht.

Produkte ohne Patentschutz standen dagegen weiterhin unter Preisdruck. Überhaupt hätten die Landwirte generell vorsichtig eingekauft, weil ihr Einkommen unter Druck stünden. Auch der heisse Sommer bremste vor allem in Europa die Nachfrage nach Spritzmitteln.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) stieg trotz des tieferen Umsatzes um 1 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,63 Mrd. Fr.), womit sich die entsprechende Marge um einen Prozentpunkt auf 18,4 Prozent verbesserte. Dies bestätige die strategische Ausrichtung auf qualitativ hochwertigere Umsätze und Erträge, so Syngenta.

Bereich Pflanzenschutz stabil

Nach Geschäftsbereichen betrachtet, hielt das grösste Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln den Umsatz nach neun Monaten gegenüber dem Vorjahr mit 9,8 Milliarden Dollar (8,05 Mrd. Fr.)  konstant. Der Bereich Saatgut blieb mit 3,3 Milliarden (2,7 Mrd. Fr.) ebenfalls stabil.

Der Bereich Syngenta Group China erlitt einen Rückgang des Umsatzes um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden (2,54 Mrd. Fr.). Die isralische Adama, ein Hersteller von Nachahmerprodukten im Pflanzenschutz, verbuchte ein Umsatzminus von 1 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,46 Mrd. Fr.).

Das Saatgutgeschäft wird ab 1. November neu von Gaël Hili geleitet, der heute der israelischen Tochter Adama vorsteht. Seine Nachfolge an der Spitze von Adama tritt Zhigang Hao an, heute CEO beim Tierernährungsspezialisten Adisseo.

Die Syngenta Group mit Sitz in der Schweiz ist in chinesischem Eigentum. Sie umfasst die Geschäftseinheiten Syngenta Crop Protection mit Sitz in Basel, Syngenta Seeds mit Sitz in den USA, Adama mit Sitz in Israel und die Syngenta Group China. Die Syngenta AG war 2017 von Chemchina übernommen worden. Anfang August hat bei der Syngenta Group mit Hengde Qin erstmals ein Chinese die CEO-Position übernommen.

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