
Für Produkte auf Basis dieses Wirkstoffs seien in der EU bereits Zulassungsanträge für Anwendungen in Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln eingereicht worden.
Agrarfoto
Die Europäische Kommission hat die Genehmigung für den neuen herbiziden Wirkstoff Bixlozone erteilt. Laut der entsprechenden Durchführungsverordnung gilt sie ab 21. April 2026 für zehn Jahre. Dem Hersteller FMC zufolge soll das Herbizid für die Unkrautbekämpfung bei mehreren Ackerkulturen sowie vor der Saat, im Vorauflauf und im frühen Nachauflauf eingesetzt werden können.
Für Produkte auf Basis dieses Wirkstoffs seien in der EU bereits Zulassungsanträge für Anwendungen in Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln eingereicht worden. Das Unternehmen rechnet mit einer Markteinführung ab 2027. In Drittstaaten wie Australien, Brasilien oder China sind solche Herbizide bereits erhältlich.
Bedeutung für die Branche
Die neue Zulassung ist aus Sicht von FMC bedeutend, da seit der letzten Herbizidzulassung im Jahr 2019 Landwirte den Zugang zu mehr als 20 Wirkstoffen verloren hätten. Beim Industrieverband Agrar (IVA) teilt man diese Einschätzung; der Verband sprach von einem «wichtigen Innovationssignal».
«Angesichts der bereits bestehenden Bekämpfungslücken kann das für die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzlösungen jedoch nur ein Anfang sein und reicht bei Weitem nicht aus», sagte der Leiter Wissenschaft und Innovation, Dr. Mark Winter. Entscheidend sei, dass neue Wirkstoffe und daraus entwickelte Produkte nun auch zügig national zugelassen würden.
Weitere Wirkstoffe in der Pipeline
Laut informierten Kreisen könnten dieses Jahr noch weitere Wirkstoffe grünes Licht aus Brüssel erhalten. Dem Vernehmen nach befinden sich Cinmethylin und Benzobicyclon der Firmen BASF beziehungsweise Gowan bereits in der Diskussion im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF).