Dank gutem Wetter: Weinmenge steigt deutlich

Schweizer Weinbauern haben letztes Jahr dank günstiger Wetterbedingungen Wein von «vorzüglicher Qualität» produziert. Nach dem wegen schlechten Wetters mengenmässig schlechten Jahr 2024 stieg die Erntemenge auf 82 Millionen Liter Wein.

sda/blu |

Das sind 7 Millionen Liter mehr als im Vorjahr (+9,3 Prozent), wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Dienstag mitteilte. Das seien aber rund 9 Millionen Liter weniger als im Zehnjahresdurchschnitt, der bei 90 Millionen Litern liege.

Tessin: Weinger Wein wegen Japankäfer

Das Weinjahr 2025 habe trocken und mild begonnen, auch die Blüte sei positiv verlaufen, hiess es weiter. Die eher frühe Lese wurde laut BWL Ende August und im September zuweilen durch Regen beeinträchtigt.

Die Erntemengen variierten je nach Region. Mit einem Erntevolumen von 13,7 Millionen Litern verzeichnete die Deutschschweiz mit einem Plus von fast einem Drittel die grösste Zunahme. In der Westschweiz fiel der Anstieg mit 6,3 Prozent auf 64,4 Millionen Liter verhaltener aus.

In der italienischen Schweiz (Tessin und Misox) wurden 3,8 Millionen Liter produziert, was im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 8,1 Prozent entspricht. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die ungünstigen Wetterbedingungen während der Blüte und der Weinlese sowie den Japankäfer-Befall im Mendrisiotto zurückzuführen.

Wirtschaftlich schwierige Bedingungen

Die Weinlese 2025 fand unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen für den Weinbau statt, wie das BWL weiter schrieb. Dies wegen hoher Produktionskosten, des Absatzrückgangs sowie hoher Lagerbestände.

Die gesamtschweizerische Rebfläche betrug 2025 insgesamt 14'432 Hektaren. Das sind 52 Hektaren weniger als 2024 (-0,4 Prozent). Im Kanton Wallis gibt es mit 4'578 ha am meisten Rebflächen. Es folgen die Kanton Waadt (3749 ha), Genf (1361 ha) und Tessin mit 1115 ha. In der Deutschschweiz weisen die Kantone Zürich (609 ha), Schaffhausen (472 ha) und Graubünden (422 ha) die grössten Rebflächen aus. 

An seiner Sitzung vom vergangenen Mittwoch hat der Bundesrat die Umsetzung des Parlamentsbeschlusses zur Förderung des Strukturwandels im Weinbau mit 10 Millionen Franken beschlossen. Er setzt diesen Auftrag mit einer ergänzende Massnahme um. Es handelt sich dabei um die freiwillige Rodung von Reben. Diese unterstützende Massnahme wird unter der Bedingung gewährt, dass während zehn Jahren nach der Rodung keine neuen Reben gepflanzt werden dürfen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, so die Landesregierung.

->  10 Millionen für das Roden von Reben

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