Schon früh war der Fenchel als Arznei und Küchengewürz bekannt. Doch auch zum Verzehr eignet sich das aromatische Gemüse ausgezeichnet.
Die Chinesen, Inder, Griechen und Römern waren die Ersten, die den Fenchel als Heilmittel und Gewürz verwendeten. Die Benediktinermönche waren jedoch diejenigen, die ihn im Mittelalter in die Schweiz brachten. Vor allem seit dem Zweiten Weltkrieg konnte die Knolle hierzulande an Bedeutung gewinnen - dies vorwiegend in der Westschweiz.
Drei-Komponenten-Konstrukt
In der Schweiz hat der Fenchel von Mai bis November Saison. Hierzulande bauen Landwirte 5‘261 Tonnen des Gemüses an. Importiert werden 8‘093 Tonnen. Der Fenchel besteht aus drei Komponenten: Die Samen und Wurzeln dienen zur Zubereitung von Tee und werden in der Heilkunde angewendet. Die Knolle als dritte Komponente eignet sich bestens zum Verzehr.
Das typisch italienische Gemüse hilft gegen eine Menge von Gebrechen; seien sie gross oder klein. Die Arzneipflanze des Jahres 2009 lindert beispielsweise krampfartigen Husten oder Heiserkeit. Generell regt das kalorienarme Gemüse die Verdauung an und wirkt harmonisierend auf den Verdauungstrakt.
Schmeckt wie Anis
Die mediterrane Pflanze gehört zu der Familie der Doldenblüter. Der ähnliche Geschmack zu Anis rührt daher, dass auch er in dieser Familie eingegliedert ist. Es wird zwischen drei Sorten des Fenchels unterschieden: Gemüsefenchel (oder Zwiebelfenchel), Gewürzfenchel (ist leicht süsslich) und Wildfenchel (schmeckt etwas säuerlich).
Der Geschmack ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Dass der Fenchel eine sehr gesunde Wirkung hat, ist jedoch unbestritten.
Tipp
Beim Kauf sollte auf folgendes geachtet werden: Die Knolle sollte weiss, die Blattstiele hellgrün und das Blattgrün leuchtend sein. Die Schnittestellen sollten nicht vertrocknet sein oder Druckstellen aufweisen. Damit der Fenchel nicht holzig wird und schnell vertrocknet, sollte er im Kühlschrank gelagert werden.