Ihn gibt es auch im Winter frisch

Es gibt sie auch im Winter: Frische Salate von hiesigen Äckern. Zum Beispiel den herb-bitteren Zuckerhut.

Michael Wahl, lid |

Es gibt sie auch im Winter: Frische Salate von hiesigen Äckern. Zum Beispiel den herb-bitteren Zuckerhut.

Die Palette an Salaten aus Schweizer Produktion ist in der kalten Jahreszeit klein. Dafür sind es Salate mit Charakter: Chicorée, Nüsslisalat und Zuckerhut. Letzterer schmeckt – anders als sein Name nahelegt – nicht süsslich, sondern vielmehr nussartig und leicht bitter. Grund dafür sind die im milchigen Saft enthaltenen Bitterstoffe, die den Appetit anregen und Giftstoffe aus dem Körper transportieren. Die Bezeichnung Zuckerhut hat der Salat vielmehr seinem kegelförmigen Wuchs zu verdanken, der einem Zuckerstock ähnelt.

Kochen, dünsten, gratinieren

Zuckerhut ist reich an den für den Körper wichtigen Mineralstoffen Kalium, Phosphor und Kalzium. Darüber hinaus enthält er das krebsvorbeugende Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2 und C. Meist wird Zuckerhut roh als Salat verzehrt. Besonders beliebt ist er für die Herstellung von Fertigsalaten. Allerdings lässt er sich ebenso kochen, dünsten oder gratinieren. Zuckerhut wurde ursprünglich in wärmeren Gegenden angebaut, in Südfrankreich, Italien und dem Tessin. Heute wächst er auf Äckern der ganzen Schweiz.

Trotzt Frost

Zuckerhut stellt an Boden und Klima nur geringe Ansprüche. Er bildet hochgeschlossene Köpfe, dessen Blätter gelbgrün, länglich und knackig sind. Wie Endivie und Chicorée gehört er zu den Zichorienarten. Charakteristisch für den Zuckerhut ist, dass er leichten Frost unbeschadet übersteht. Ausgesät zwischen Mai und Juli, wird der Zuckerhut von September bis November geerntet. Danach lässt er sich – im Gegensatz zu anderen Salatsorten – problemlos mehrere Wochen lagern, ohne an Frische zu verlieren. Laut dem Verband Schweizer Gemüseproduzenten hat der Zuckerhut in der Schweiz von Juni bis März Saison.

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