
Über 60 Prozent der Kräuter werden biologisch angebaut, ein grosser Teil im Berg- und Hügelgebiet.
Christian Zufferey
Die Anbaufläche von Kräutern für die Verarbeitung in Tees, Gewürzen, Bonbons oder für Pflanzenmedizin lag 2024 in der Schweiz bei 412 Hektaren.
Die Produktion konzentriert sich vorwiegend auf die Berg- und Hügelzonen. Jährlich werden geschätzt über 400 Tonnen Kräuter-Trockenmasse geerntet. Viele Produzenten und Produzentinnen sind in Anbau-Genossenschaften organisiert. Die durchschnittliche Menge an Kräutern pro Produzent hat laut der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Bergkräuter von unter 500 Kilo 1987 auf aktuell fast 3 Tonnen jährlich zugenommen.
Biologische Bewirtschaftung überwiegt
Über 60 Prozent der Flächen werden biologisch bewirtschaftet, da der Markt dies so nachfragt. Daraus ergeben sich für die Kräuterproduktion beim Unkrautmanagement wie auch beim Pflanzenschutz spezifische Herausforderungen. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau publiziert regelmässig Beiträge mit Empfehlungen zu diesen Themen.
Ein aktuelles Problem ist der Erdfloh. Er tritt seit einigen Jahren im Kräuteranbau im Wallis auf. In den letzten Jahren kam es auch weiter nördlich zu Schäden in verschiedenen Kulturen. Besonders betroffen sind verschiedene Minzearten, aber auch Gold- und Zitronenmelisse. Schutznetze sind nur dann wirksam, wenn sie ab Kulturbeginn aufliegen und nur für Pflege- sowie Erntemassnahmen entfernt werden. Zur Bekämpfung werden derzeit verschiedene Mittel getestet. Das Projekt wird von Bio Suisse unterstützt.
Bio-Kräutertag
Der Bio-Kräutertag findet am 21. August in Sembrancher VS statt, wo mit Valplantes eine der grössten Kräuter-Genossenschaften in der Schweiz arbeitet.
* Angela Deppeler arbeitet bei Bio Suisse.