Nach der grösseren Anpassung der Stützungsbeiträge für die Ernte 2019 bleiben die Beiträge für die Ernte 2020 auf dem gleichen Niveau.
Die Anpassungen der Beiträge im letzten Jahr hätten es ermöglicht, den Produktionspool „Ölsaaten“ trotz der starken Zunahme des Sonnenblumenanabaus auf einem stabilen Niveau zu halten, schreibt der Schweizer Getreideproduzentenverband (SGPV) in einer Mitteilung.
Die Vertragsmenge 2020 für Sonnenblumen sei zwar nun reduziert worden. Die Beiträge werden jedoch auf dem Vorjahresniveau gehalten. Dies ermögliche dem SGPV den Produktionspool weiter zu stabilisieren sowie eine Weiterentwicklung des Pools in die Gänge zu leiten.
Der Anbau von Sonnenblumen und Soja-Saatgut wird mit Beiträgen aus dem Produktionspool Ölsaaten unterstützt. Für die Produzenten fällt damit der ausbezahlte Preis um diesen Stützungsbeitrag höher aus. Da diese Beiträge via Verarbeiter ausbezahlt und an die Produzenten weitergegeben werden, sieht dies der Landwirt auf seiner Abrechnung jedoch nicht direkt.
Der Produktionspool Ölsaaten
Der Produktionspool Ölsaaten (PPÖ) ist ein Fonds und hat zum Ziel, die Ölsaatenproduktion und –verarbeitung in der Schweiz zu erhalten, mit Vorrang für den Speisesektor. Durch die Abstimmung des Angebots auf die Nachfrage sollen die Marktanteile optimiert und die bestmöglichen Preise erzielt werden.
Der PPÖ soll hier als „Ausgleichspool“ für die verschiedenen Ölsaaten wirken. Die Verarbeiter zahlen einen Beitrag von Fr. 0.50/dt und die Produzenten Fr. 1.-/dt an den Produktionspool Ölsaaten. Die genaue Funktionsweise des Ölsaatenpools kann auf der Internetseite des SGPV konsultiert werden.