
Kirschen
zvg
In den letzten 15 Jahren sind die Anbauflächen von Biotafelkirschen aufgrund der anfänglich hohen Marktnachfrage stark gewachsen. Inzwischen werden die Produktionsflächen jedoch nicht mehr erweitert, da seit einigen Jahren eine Marktsättigung besteht. Besonders in ertragsstarken Jahren gestaltet sich die Vermarktung anspruchsvoll. Der Fokus im Biokirschenanbau verlagert sich deshalb von der Ausdehnung der Produktion hin zur Qualitätsoptimierung.
Für den Zwischen- und den Detailhandel stehen Eigenschaften wie Fruchtfleischfestigkeit, Fruchtgrösse und Haltbarkeit im Vordergrund. Mit der Prüfung von durchschnittlich 40 Kirschensorten unter Biobedingungen in der Versuchsanlage des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Fibl) in Frick AG wurde in den vergangenen 20 Jahren eine wichtige Grundlage für die Sortenwahl geschaffen.
Die gewonnenen Erkenntnisse flossen jeweils unter anderem in die Fibl-Sortenliste für Biotafelkirschen ein, die der Praxis sowie allen Interessierten zur Verfügung steht. Nach der Rodung der Versuchsanlage in Frick im Jahr 2025 wird die Sortenprüfung künftig dezentral auf Praxisbetrieben durchgeführt. Dieses Konzept wurde im Rahmen des Projekts Depo des Schweizer Obstverbandes, von Agroscope und des Fibl erarbeitet. Es ermöglicht standardisierte Erhebungen und standortübergreifende Vergleiche und unterstützt damit auch die Sortenwahl im Schweizer Kirschenanbau.
*Der Autor arbeitet bei der Fibl.