
In den Mat-Tiempo-Boxen sorgt eine Membran für eine reifeverzögernde Atmosphäre.
Inforama
Die Grundlage für eine erfolgreiche Langzeitlagerung sind reife und qualitativ einwandfreie Äpfel und Birnen.
Das richtige Reifestadium ist wesentlich für eine gute Haltbarkeit. Neben Erntekriterien wie sortenspezifische Farbe, Ausbildung der Kelchgrube und Lentizellen, Stiellöslichkeit und Geschmack hilft der Streif-Index bei der Bestimmung. Dieser berechnet sich aus der Festigkeit des Fruchtfleisches, dem Zuckeranteil (Brix-Wert) und dem geschätzten Stärkeabbau.
Extreme Wetterereignisse können Lagerkrankheiten begünstigen. Die Heisswasser- und die Ozonbehandlung haben sich als vorbeugende, wirksame Nacherntemethoden erwiesen.
Optimale Lagerbedingungen
Nach der Ernte folgt eine schnelle und schonende Kühlung. Optimale Konditionen sind für Äpfel 2 bis 3 Grad und für Birnen –1 bis 0 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit von 90 bis 94 Prozent. Für die Lagerung in einem normalen Kühlraum sind beispielsweise die Mat-Tiempo-Kunststoffboxen geeignet. Dank der integrierten selektiven Membran im Deckel stellt sich in ihnen eine reifeverzögernde Atmosphäre ein.
Kühlung laufend anpassen
Eine bessere, konstante Kontrolle der Kühlbedingungen, etwa des Kohlendioxid-Sauerstoff-Verhältnisses, der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur, ist im CA-Lager (Controlled Atmosphere) möglich. Noch präziser geht es im dynamisch kontrollierten DCA-Lager, wo der Reifegrad der Äpfel mit hochsensiblen Instrumenten ermittelt und die Kühlbedingungen laufend angepasst werden.
Dank professioneller Lagerung, bei der der Reifeprozess von Äpfeln und Birnen stark verzögert wird, ist das Obst selbst Monate nach der Ernte noch knackig frisch.