Anders als im Vorjahr bereitete die Kirschessigfliege 2015 den Winzern keine Probleme. Die Forschungsanstalt Agroscope hat in Rebbergen nur vereinzelt Eiablagen beobachtet.
90‘000 Traubenbeeren haben die Forschungsanstalt Agroscope und kantonale Fachstellen auf Eiablagen der Kirschessigfliege untersucht. Insgesamt wurden etwas mehr als 450 befallene Beeren in den über 500 kontrollierten Rebbergen beobachtet. Das entspreche einem vernachlässigbaren Befall von 0,5%, teilt Agroscope mit. Die ersten infizierten Trauben seien in der zweiten Augusthälfte festgestellt worden. Mit der Reife des Leseguts sei der Anteil befallener Beeren bis zur Ernte angestiegen, dieser flachte ab Ende September wieder ab.
Zwischen den einzelnen Traubensorten habe es grosse Unterschiede punkto Eiablagen gegeben. Laut Agroscope sind Dunkelfelder, Dornfelder, Cabarnet Dorsa, Mara, Humagne rouge, Garanoir, Gamay und Syrah am anfälligsten. Agroscope rät Winzern deshalb, diese Sorten besonders im Auge zu behalten.
Agroscope lobt, dass die Winzer die vorbeugenden Pflanzenschutzmassnahmen diesen Sommer konsequent umgesetzt hätten. Nebst diesen präventiven Massnahmen habe der aussergewöhnlich heisse Sommer dazu beigetragen, dass die Kirschessigfliege heuer kaum Schäden angerichtet habe.