
Aus der südspanischen Provinz Huelva werden pro Jahr rund 300.000 Tonnen Erdbeeren exportiert
Ramon Perucho
Spaniens Erdbeerproduktion erholt sich von den Folgen der Stürme im zurückliegenden Winter.
Griechenland überholte Spanien
Wie die Vereinigung der Beerenerzeuger in der andalusischen Provinz Huelva (Freshuelva) gegenüber heimischen Medien berichtete, hat die zunächst sehr geringe Produktion seit Anfang März infolge günstiger Witterung deutlich zugelegt. Inzwischen werde sogar mehr geerntet als zur selben Zeit im Vorjahr.
Das bestätigte die Preis- und Marktbeobachtungsstelle der andalusischen Regionalregierung. Laut deren Wochenberichten waren in der letzten Januarwoche dieses Jahres noch 50 % weniger Erdbeeren in Andalusien vermarktet worden als in der entsprechenden Woche des Vorjahres. Im Export habe daher beispielsweise Griechenland den Spaniern den Rang abgelaufen. In den Wochen darauf wurde in Andalusien stetig etwas mehr geerntet.
Weniger Verluste, bessere Preise
In der neunten Kalenderwoche war das von der andalusischen Regierung für die Gesamtsaison aufsummierte Vermarktungsvolumen noch 22 % kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Probleme bereitete die Feuchtigkeit in den Beständen. Aufgrund von Fäulnis habe man einen Teil der Ernte aussortieren müssen.
Seit Mitte März ermöglicht den Regierungsangaben zufolge gutes Wetter die Ernte deutlich grösserer Mengen. Auch die Preise auf wichtigen Exportmärkten wie Deutschland seien gut, denn dort sei das Angebot an heimischer Ware bisher sehr begrenzt.
Sturmschäden belasten Saisonstart
Zu Jahresbeginn hatten kräftige Stürme und Überschwemmungen auf der Iberischen Halbinsel massive Schäden in der Landwirtschaft, einschliesslich des Erdbeeranbaus, verursacht. Neben Pflanzenbeständen waren auch Gewächshäuser und die Infrastruktur betroffen.
Zur Bewältigung der Schäden griff die Staatsregierung in Madrid der Agrarbranche mit Hilfen in Millionenhöhe unter die Arme.