
Bei warmen Temperaturen (über 20 Grad Monatsdurchschnitt) stirbt eine befallene Föhre innerhalb weniger Monate ab.
Donarreiskoffer/Wikimedia
Betroffen war eine Kiefer, die im Rahmen der Überwachung im Umkreis des im November erfolgten ersten Fundes entdeckt wurde. Den offiziellen Angaben zufolge wurde der befallene Baum unter behördlicher Aufsicht gefällt, vorschriftsgemäss zerkleinert und entsorgt. Die Kontrollen in der Umgebung der Nachweise sollen ausgeweitet werden. Im Dezember hatte das Pariser Landwirtschaftsministerium noch vorsichtig Entwarnung gegeben und von einer lokalen Einschleppung gesprochen, die frühzeitig erkannt worden sei.
Der Schädling mit dem wissenschaftlichen Namen Bursaphelenchus xylophilus gilt laut Julius Kühn-Institut als einer der «gefährlichsten Kiefernschädlinge weltweit». Von der EU ist der Kiefernfadenwurm als prioritärer Schädling eingestuft, gegen dessen Ausbreitung sofortige Massnahmen zu ergreifen sind. Die Mitgliedstaaten müssen zu diesem Zweck Notfallpläne vorhalten.
Die Nematode stammt ursprünglich aus Nordamerika und vermehrt sich in bestimmten Nadelbäumen, auch die heimische Kiefer gilt als anfällig. Verbreitet wird der Schädling dem Julius Kühn-Institut zufolge vor allem durch Verpackungsholz, lokal übernehmen Bockkäfer diese Funktion. In der EU wurde der Kiefernfadenwurm erstmals 1999 in Portugal gefunden, dort gilt der Schädling dem Institut zufolge als etabliert.