
Als Gründe für die Insolvenz führt Schaffer Holz den Kauf einer neuen Produktionsanlage an. (Symbolbild)
Sebastian Egger
Wie KSV 1870, AKV und der Verband Creditreform informierten, stehen Aktiva in der Höhe von 4,5 Mio. Euro (4,2 Mio. Fr.) Passiva in der Höhe von 29,3 Mio. Euro (27,5 Mio. Fr.) gegenüber. Es sind rund 100 Gläubiger und 69 Dienstnehmer betroffen.
Verzögerung mit Produktionsanlage
Die Schaffer Sägewerk-Holzexport GmbH verarbeitet im Schnitt rund 100’000 Festmeter Holz im Jahr und ist im Holzhandel und Holzexport tätig. Zum Vergleich: Die grösste Sägerei der Schweiz, die Schilliger Holz in Küssnacht, verarbeitet über 200’000 Kubikmeter Holz pro Jahr.
Nun wurde hat Schaffer ein Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung eingebracht. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent binnen zwei Jahren angeboten.
Als Gründe für die Insolvenz führt Schaffer Holz den Kauf einer neuen Produktionsanlage an, die wegen technischer Probleme nur verzögert hochgefahren werden konnte. Dadurch war auch die Produktion vorübergehend eingeschränkt. Auch wenn die meisten der Probleme inzwischen beseitigt wurden, habe das zu Reklamationen von Kunden geführt. Wegen des Vertrauensverlustes hätten einige wichtige Geschäftspartner die Zusammenarbeit beendet.
Globale Krisen wirkten sich auf Geschäftsverlauf aus
Zusätzlich sei die Marktlage in den Kerngeschäftsfeldern seit geraumer Zeit angespannt und das Preisniveau für Rundholz trotz Absatzproblemen nachhaltig hoch geblieben. Auch globale Krisen wie der Iran-Krieg hätten sich negativ auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Als die Verbindlichkeiten immer weiter anstiegen, stellte die finanzierende Bank sämtliche Kredite fällig.
Das Unternehmen kündigte «weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen» an. In einem ersten Schritt soll wegen der Marktlage der Zwei-Schichtbetrieb vorübergehend auf einen Einschichtbetrieb umgestellt werden. Gesucht werde aber auch ein Investor.