Gute Nachfrage nach Schweizer Rohholz

Ende Januar traf sich die Holzmarktkommission zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung. Diskutiert wurde die Marktlage. Die Schweizer Sägewerke melden eine hohe Nachfrage. Die Preistendenz beim Rundholz ist tendenziell steigend.

Die neue Holzmarktkommission (HMK) setzt sich paritätisch aus der Holzlieferanten- und der Holzabnehmerseite zusammen. Sie will sich mindestens zweimal im Jahr treffen und über den Holzmarkt austauschen.

Gute Nachfrage bei Sägereien

Die Lage am Holzmarkt wird als gut eingestuft. Die gute Nachfrage nach Schweizer Rohholz spreche für eine Ausweitung der Mengen, hält die Kommission fest. Grundlage dafür bilden zwei Umfragen bei den Marktakteuren sowie die Holzpreisstatistik. Die Auftragslage in der Bauwirtschaft wird mehrheitlich als gut bis sehr gut eingeschätzt. «Besonders der Holzbau weist eine hohe und stabile Auslastung auf», heisst es in der Mitteilung der HMK. Die Holzindustriebetriebe rechnen in den kommenden Monaten mit einer stabilen Auslastung.

Bei den Sägereien gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Grosse Sägereien sprechen von einer guten bis sehr guten Auftragslage, kleinere Sägereien stufen diese als mittel bis gut ein. Die Nachfrage nach Schweizer Schnittholz wird insgesamt als stabil bis steigend eingeschätzt. Der Schnittholz-Lagerbestand wird als passend bis eher tief bezeichnet.

Grosse Nachfrage nach Energieholz

Das wirkt sich auf die Nachfrage nach Schweizer Rohholz aus. Bei Nadelholz und insbesondere bei Fichte/Tanne ist die Nachfrage hoch, sie übersteigt das Angebot. 44 Prozent der Sägereien haben einen tiefen Rundholz-Lagerbestand. Die Situation bleibt gemäss HMK in den kommenden Monaten unverändert.

Anders sieht es beim Industrieholz aus. Die Nachfrage und die Preise sind gemäss HMK stabil bis rückläufig. «Die Preisdifferenz zu Energieholz ist aktuell oft so gering, sodass potenzielles Industrieholz teilweise als Energieholz verwertet wird», schreibt die Kommission. Beim Energieholz ist die Nachfrage saisonbedingt gross, die Preise sind angestiegen. Bei Nadelstammholz ist die Nachfrage stabil bis steigend. «Insbesondere Lärche ist stark nachgefragt, was zu einem Preisanstieg geführt hat», schreibt die HMK.

Preistendenz statt Richtpreis

Eine untergeordnete Rolle hat das Laubstammholz, die Nachfrage ist schwach bis leicht rückläufig. Beim Laubholz zeigen einzig Esche und gute Eichenqualitäten eine robuste Nachfrage.

Für Landwirtinnen und Landwirte relevant sind die Preise. Gemäss HMK gibt es grosse regionale Unterschiede. Bei ihrer Sitzung hat die Kommission keine Richtpreise festgelegt, sondern Preistendenzen. «In den Leitsortimenten für Nadelholz gibt es seit Juli 2025 eine steigende Tendenz, insbesondere bei Langholz», so die HMK. Die Nachfrage und der Preis für Buchenstammholz entwickeln sich hingegen schwach bis leicht rückläufig.

Die beiden Verbände Waldschweiz und Holzindustrie Schweiz (HIS) fungieren als Träger der neuen HMK. Mit der revidierten gesetzlichen Grundlage besteht die Möglichkeit, Richtpreise für Schweizer Rohholz zu publizieren. Die neue Kommission ist vorerst auf drei Jahre befristet (Pilotphase von 2026 bis 2029). Sachlich ist sie der Transparenz und Nachvollziehbarkeit verpflichtet, sämtliche Entscheide müssen einvernehmlich erfolgen. Die HMK ist paritätisch zusammengesetzt und besteht aus je sechs Vertretern der Holzlieferanten- und der Holzabnehmerseite. Delegiert werden sie durch die beiden Dachverbände Waldschweiz und Holzindustrie Schweiz (HIS). Bei den Holzlieferanten sitzt zudem ein Vertreter des Schweizerischen Bauernverbandes.

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