
Der Internationale Tag des Waldes steht unter dem Motto «Wälder und Wirtschaft».
Monika Gerlach
Der Waldeigentümer-Verband «Wald Schweiz» macht in einer Mitteilung auf den internationalen Tag des Waldes aufmerksam, der 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Vernichtung des Waldes eingeführt wurde.
In diesem Zusammenhang schreibt der Verband, dass der Schweizer Wald viele Leistungen für die gesamte Öffentlichkeit erbringt. So liefert er Holz zum Bauen und Heizen, bindet CO 2 , reinigt Luft und Trinkwasser und stellt Raum für Freizeitaktivitäten und Sport zur Verfügung.
Leistungen in Wert setzen
Viele dieser Leistungen erbringt der Wald ohne direkte Kostenfolge für die Nutzniessenden. Um die gesamte Wertschöpfung des Waldes aufzuzeigen, sollten auch diese Leistungen in Wert gesetzt werden können, was beispielsweise bei der Erholungsleistung sehr schwer zu beziffern ist.
Anders bei der wirtschaftlichen Bedeutung: Auf den rund 1.27 Millionen Hektaren Waldfläche der Schweiz (rund ein Drittel der gesamten Landesfläche) erwirtschaftet die Forstwirtschaft jährlich rund 435 Millionen Franken Bruttowertschöpfung (2022). Dabei gebe es grosse regionale Unterschiede, schreibt «Wald Schweiz» in seiner Mitteilung. Viel werde in ländlichen Regionen und im Alpenraum erwirtschaftet, womit der Wald einiges zur wirtschaftlichen Leistung in strukturschwachen Gebieten beitrage.
Der Verband veröffentlicht einige Zahlen:
- Insgesamt wurden 2024 in den Schweizer Wäldern 4.8 Millionen Kubikmeter Holz geerntet
- Das geerntete Holz wird in rund 300 Holzverarbeitungsbetrieben schweizweit verarbeitet
- 40 Prozent der Waldfläche sind Schutzwald
- Insgesamt arbeiten in der Schweiz runt 2900 Menschen in 650 Forstbetrieben im Wald
- Von allen Beschäftigten in der Wald- und Forstwirtschaft sind 7.3 Prozent Frauen
- Die Forstbranche bietet rund 300 Lehrstellen an