
Donarreiskoffer/Wikimedia
In Frankreich ist der Kiefernfadenwurm bereits weiter verbreitet als bislang bekannt. Wie das Pariser Landwirtschaftsministerium mitteilte, ist erneut ein mit dem auch als Kiefernholznematode bekannten Schädling befallener Baum gefunden worden.
Der neue Fundort liegt den offiziellen Angaben zufolge 60 Kilometer östlich des ersten Nachweises auf dem französischen Festland im Département Pyrénées-Atlantiques.
Einer der gefährlichsten Kiefernschädlinge
Der Schädling mit dem wissenschaftlichen Namen Bursaphelenchus xylophilus gilt laut Julius Kühn-Institut als einer der «gefährlichsten Kiefernschädlinge weltweit». Die EU stuft den Kiefernfadenwurm als prioritären Schädling ein, gegen dessen Ausbreitung sofortige Massnahmen zu ergreifen sind.
Die Nematode stammt ursprünglich aus Nordamerika und vermehrt sich in bestimmten Nadelbäumen. In der Europäischen Union wurde der Kiefernfadenwurm erstmals 1999 in Portugal und 2008 in Spanien nachgewiesen. Verbreitet wird der Schädling dem Institut zufolge vor allem durch Verpackungsholz, lokal übernehmen Bockkäfer diese Funktion.
Überwachung wird ausgeweitet
In Frankreich wurde der Schädling laut Ministerium in diesem Monat bereits dreimal bei Insektenvektoren bestätigt. Zwei der Funde erfolgten in der Nähe des ersten Nachweises im Département Landes, der dritte in der Nähe von Orléans in der Region Centre-Val de Loire.
Diese Funde gelten den Ressortangaben zufolge nicht als neue Ausbrüche und haben daher keine neuen Sperr- und Beobachtungszonen zur Folge. Allerdings soll die Überwachung im Einzugsgebiet der Fundorte ausgeweitet werden.