Mit Satelliten Waldschäden schneller erkennen

Sturm, Dürre, Schädlingsbefall: Fachleute müssen schnell und detailliert wissen, wo welche Waldflächen geschädigt wurden, damit die Beräumung und aktive Wiederbewaldung zügig beginnen kann. Dafür hat das Thünen-Institut für Waldökosysteme das

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« Für ein effektives Waldmanagement ist es entscheidend zu wissen, wo und in welchem Umfang Waldflächen abgestorben sind», sagt Dr. Katja Oehmichen vom Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde (D) in der Pressemitteilung des Instituts. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten deshalb Daten des europäischen Erdbeobachtungsatelliten Sentinel 2, um abgestorbene Waldflächen automatisiert zu erfassen und zu visualisieren. Sie fliessen ein in das Fernerkundungsbasierte Nationale Erfassungssystem für Waldschäden (FNEWs). Das satellitengestützte Monitoring ergänze bestehende Waldmonitoring– und Inventursysteme um jährliche, kleinteilig und flächendeckend erhobene Informationen zu Störungsgebieten im Wald.

->  Interaktive Karten und Statistiken im Web-Portal des Thünen-Instituts

In einem ersten Projekt wurde anhand einzelner Gebiete getestet, wie ein solches satellitengestütztes Monitoring aussehen müsse. Die Weiterentwicklung zeige nun für das gesamte Bundesgebiet, welche Waldflächen etwa von Wetterereignissen wie Sturm und Dürren oder Insektenbefall betroffen seien. Aktuelle Karten und Statistiken in verschiedenen Auflösungen auf der Grundlage von Satellitenbildern zeigten anschaulich die Verteilung und weitere detaillierte Informationen zu den betroffenen Flächen im Wald.

Daten sind für alle verfügbar

Die Daten aus FNEWs seinen laut Mitteilung offen zugänglich. Die Karten etwa seien als Webdienst abrufbar. So lassen sie sich beispielsweise in gängige Geoinformationssysteme von Forstbehörden oder Drittanbietern integrieren. Zusätzlich biete das Thünen-Institut eine Open-API-Schnittstelle an, über die Flächenstatistiken für eigene Auswertungen bezogen werden können. «Wir verfolgen einen Open-Data-Ansatz. Alle Daten sind frei verfügbar, um Transparenz zu schaffen und die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern», sagt Thünen-Wissenschaftler Karsten Dunger vom Projekt FNEWs.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Das Modell zur Erstellung der Schadenskarten werde gemäss Bericht laufend weiter optimiert und validiert. Daher könnten neue methodische Verbesserungen auch rückwirkend zu Anpassungen in den Ergebnissen führen. Katja Oehmichen: «Damit stellen wir sicher, dass Schädigungen im Wald stets nach dem neuesten Stand der Wissenschaft erhoben und zugleich qualitätsgeprüft werden.»

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