Ständerat will Verbuschung nicht tatenlos zusehen

Hat ein Bauer nicht genügend Zeit, kann eine Weide in Waldnähe schnell einmal verbuschen. Der Ständerat will dem Wald kein weiteres Weideland opfern, aktiv und mit Bundesmitteln zurückdrängen will er Strauch und Busch aber nicht.

sda |

Hat ein Bauer nicht genügend Zeit, kann eine Weide in Waldnähe schnell einmal verbuschen. Der Ständerat will dem Wald kein weiteres Weideland opfern, aktiv und mit Bundesmitteln zurückdrängen will er Strauch und Busch aber nicht.

Er änderte darum am Mittwoch mit 16 zu 3 Stimmen den Wortlaut einer Motion aus dem Nationalrat ab und schickte sie an diesen zurück. Mit seinem Vorstoss hatte Bergbauer und Seilbahnchef Erich von Siebenthal (SVP/BE) in der grossen Kammer zur Rückeroberung verbuschter und verwaldeter Nutzflächen angesetzt.

Weil im Agrarbudget für die Subvention dazu nötiger Rodungs- und Ausreissaktionen kein Geld vorhanden ist, änderte der Ständerat die Formulierung. Demnach soll die Nutzfläche lediglich erhalten, nicht aber wiederhergestellt werden. Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann stellte sich gegen die Motion auch in geänderter Form. Das Vordringen des Waldes sei zwar unbestritten. Aber das geänderte Waldgesetz rücke Busch und Strauch bereits zu Leibe.

In Gebieten mit wachsender Waldfläche müsse bei Rodungen kein Waldersatz mehr gepflanzt werden. Zudem sehe die neue Agrarpolitik Kulturland-, Bergwiesen- und Biodiversitätsbeiträge vor - alles zur Erhaltung der Nutzfläche.

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