Die Mission soll Lücken in der bisherigen Erdbeobachtung schliessen, wie die Universität Zürich (UZH) am Mittwoch mitteilte. Bisherige Satellitenbeobachtungen konzentrierten sich auf die Baumkronen, wodurch Prozesse im Unterholz der Wälder unsichtbar blieben.
«Gerade in gemässigten Wäldern wie in der Schweiz befindet sich ein Grossteil der Pflanzenvielfalt im Unterholz», liess sich Maria Santos, Professorin für Erdsystemwissenschaften an der UZH, in der Mitteilung zitieren.
Die Mission mit dem Namen «HiBiDiS – Hyperspectral Biodiversity Scout» soll dies nun ändern. Der Satellitensensor der Mission wird die Erdoberfläche aus drei verschiedenen Blickwinkeln erfassen. Diese Technik ermöglicht es laut der Universität Zürich erstmals, zwischen der Baumkronenschicht und dem darunterliegenden Unterholz zu unterscheiden.
«Damit können wir besser nachvollziehen, wie die Artenvielfalt im Unterholz Ökosystemen hilft, mit Klimawandel und menschlichen Eingriffen umzugehen», so Santos. Die Mission soll laut der Universität wichtige Fragen zur Zusammensetzung der Artenvielfalt, zum Zustand der Ökosysteme, zum globalen Kohlenstoffkreislauf und zum Klimawandel beantworten.
