Uralt-Bäume nicht mehr holzen

Die UNESCO hat sich in den Streit zwischen Polen und der EU um den Erhalt uralter Bäume in einem der letzten Urwaldgebiete Europas eingeschaltet. Das Welterbe-Komitee forderte die polnische Regierung am Donnerstag dazu auf, das Abholzen Jahrhunderte alter Bäume in den ostpolnischen Wäldern von Bialowieza unverzüglich einzustellen.

Die UNESCO hat sich in den Streit zwischen Polen und der EU um den Erhalt uralter Bäume in einem der letzten Urwaldgebiete Europas eingeschaltet. Das Welterbe-Komitee forderte die polnische Regierung am Donnerstag dazu auf, das Abholzen Jahrhunderte alter Bäume in den ostpolnischen Wäldern von Bialowieza unverzüglich einzustellen.

Teile des Urwalds stehen auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Es werde nun geprüft, ob durch den Holzeinschlag etwa intakte ökologische Prozesse gefährdet sind, teilte das Komitee mit. Sollte der aussergewöhnliche universelle Wert von Bialowieza in Gefahr sein, käme ein Eintrag auf der UNESCO-Liste des gefährdeten Welterbes in Frage.

Die polnischen Behörden begründen den Holzeinschlag mit Borkenkäferbefall. Das hatte in dieser Woche zu Protesten von Naturschützern in Krakau geführt, wo derzeit das UNESCO-Welterbe-Komitee tagt. Im April hatte bereits die EU-Kommission eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof angedroht, sollte Polen das Abholzen der Bäume nicht beenden.

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