
Um Waldbrände besser bekämpfen zu können, sei eine ausreichende Erschliessung der Waldgebiete entscheidend, so der FUS.
Feuerwehr Visp
Angesichts verheerender Waldbrände und Trockenschäden in Europa ist es unverständlich, dass die finanziellen Mittel für die Anpassung der Schweizer Wälder an den Klimawandel nicht weitergeführt werden sollen, teilt der Verband Forstunternehmer Schweiz (FUS) in einer Mitteilung mit.
Ungepflegte Wälder sind anfälliger für Schäden. Die zunehmenden Trockenperioden und Hitzewellen zeigen auch in der Schweiz, dass Handlungsbedarf besteht. «Widerstandsfähige Wälder müssen gepflegt, verjüngt, vielfältig gestaltet und an den Klimawandel angepasst werden», schreibt der Verband. Er hat Prioritäten für die Stärkung der Wälder ausgearbeitet.
Mittel für Klimaanpassung sichern
Der FUS betont, dass die finanzielle Unterstützung für die Pflege von Jungbeständen, für waldbauliche Massnahmen sowie für die Erneuerung der Wälder mit an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepassten Baumarten erhalten bleiben muss.
Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen zum Bundesbudget 2027 wird FUS-Präsident und Nationalrat Yvan Pahud (SVP, VD), Mitglied der Finanzkommission, einen Antrag einreichen. Damit sollen die ursprünglich für die Anpassung der Wälder vorgesehenen Mittel wieder eingestellt werden. Die entsprechenden Mittel waren im Rahmen des Entlastungspakets 2027 gestrichen worden.
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Walderschliessung optimieren
Flugzeuge und Helikopter sind bei der Bekämpfung von Waldbränden zwar unverzichtbar, können den Einsatz am Boden jedoch nicht ersetzen. «Eine ausreichende Erschliessung der Waldgebiete ist entscheidend, damit die Feuerwehr Brandherde rasch erreichen und wirksam bekämpfen kann», schreibt der FUS.
Und Waldstrassen würden die Pflege der Wälder und die Holzernte erst ermöglichen. Der FUS fordert Bund, Kantone und Gemeinden deshalb auf, in die Walderschliessung zu investieren und einen nationalen Aktionsplan für deren Optimierung zu entwickeln.
Der Verband Forstunternehmer Schweiz
Der Verband Forstunternehmer Schweiz (FUS) vertritt rund 130 Forstunternehmen in der ganzen Schweiz. Die privatwirtschaftlichen Dienstleister übernehmen forstliche Arbeiten aller Art, insbesondere die kosteneffiziente, hochmechanisierte Holzernte. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur fachgerechten und effizienten Pflege und Bewirtschaftung des Schweizer Waldes. pd
Der FUS ist der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass sich die Waldpolitik an den heutigen und zukünftigen Herausforderungen unserer Wälder auszurichten. Verheerende Waldbrände und Trockenschäden zeigten, dass Abwarten keine Option mehr sei. «Wir müssen in widerstandsfähige, gepflegte und zugängliche Wälder investieren». Heute auf die Mittel für die Anpassung unserer Wälder zu verzichten wäre laut der FUS ein strategischer Fehler.