
Ein ganzer Waldabschnitt oberhalb von Neuenburg stirbt ab wegen Hitze und anhaltender Trockenheit im Juli 2026.
Monika Gerlach
Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzen den Schweizer Wäldern stark zu. Blätter verfärben sich und fallen frühzeitig ab, ganze Bäume oder Baumteile sterben ab. Dadurch steigen laut WaldSchweiz auch die Risiken für Waldarbeiter sowie für Erholungssuchende.
Vor diesem Hintergrund kritisiert der Verband der Waldeigentümer die Pläne des Bundesrates, die zusätzlichen Mittel für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel aus der Finanzplanung zu streichen. Dies sei «unverständlich und inakzeptabel», schreibt WaldSchweiz in einer Medienmitteilung.
Runder Tisch mit Albert Rösti gefordert
WaldSchweiz fordert deshalb vom zuständigen Umweltminister Albert Rösti die rasche Einberufung eines Runden Tisches. Gemeinsam mit Vertretern der Wald- und Holzwirtschaft sollen die aktuelle Lage analysiert sowie kurz- und mittelfristige Massnahmen festgelegt werden.
Besonders betroffen seien auch Schutzwälder. Schäden an diesen könnten den Schutz von Siedlungen und Infrastrukturen beeinträchtigen, warnt der Verband.
Kritik an gestrichenen Geldern
Seit Jahren investieren Waldeigentümer und kantonale Forstdienste in den Umbau der Wälder hin zu klimaresistenteren Beständen. Das Parlament hatte dafür zusätzliche Bundesmittel beschlossen. Zunächst standen jährlich 25 Millionen Franken zur Verfügung, später aufgrund von Sparmassnahmen noch 17,5 Millionen Franken.
Nun seien diese zusätzlichen Gelder in der Finanzplanung 2027 bis 2029 vollständig gestrichen worden. WaldSchweiz fordert, dass die Unterstützung langfristig gesichert wird.
Geld fliesst in drei Massnahmenpakete
Die zusätzlichen Bundesmittel fliessen laut Verband in gezielte Massnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Dazu gehören die Förderung hitze- und trockenheitsresistenter Baumarten, die Pflege instabiler Waldbestände zur Erhöhung ihrer Widerstandskraft sowie Sicherheitsholzschläge entlang von Strassen, Bahnlinien und in stark frequentierten Erholungswäldern.
Nach Ansicht von WaldSchweiz ist die langfristige Finanzierung dieser Massnahmen entscheidend, damit die Schweizer Wälder den Folgen des Klimawandels standhalten können.
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