Waldeigentümer fordern Krisengipfel mit Bundesrat Rösti

Die Schweizer Wälder leiden unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit. Gleichzeitig will der Bundesrat die zusätzlichen Gelder für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel aus der Finanzplanung streichen. Der Verband WaldSchweiz fordert deshalb einen Runden Tisch mit Bundesrat Albert Rösti.

mgt/ats |

Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzen den Schweizer Wäldern stark zu. Blätter verfärben sich und fallen frühzeitig ab, ganze Bäume oder Baumteile sterben ab. Dadurch steigen laut WaldSchweiz auch die Risiken für Waldarbeiter sowie für Erholungssuchende.

Vor diesem Hintergrund kritisiert der Verband der Waldeigentümer die Pläne des Bundesrates, die zusätzlichen Mittel für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel aus der Finanzplanung zu streichen. Dies sei «unverständlich und inakzeptabel», schreibt WaldSchweiz in einer Medienmitteilung.

Runder Tisch mit Albert Rösti gefordert

WaldSchweiz fordert deshalb vom zuständigen Umweltminister Albert Rösti die rasche Einberufung eines Runden Tisches. Gemeinsam mit Vertretern der Wald- und Holzwirtschaft sollen die aktuelle Lage analysiert sowie kurz- und mittelfristige Massnahmen festgelegt werden.

Besonders betroffen seien auch Schutzwälder. Schäden an diesen könnten den Schutz von Siedlungen und Infrastrukturen beeinträchtigen, warnt der Verband.

Kritik an gestrichenen Geldern

Seit Jahren investieren Waldeigentümer und kantonale Forstdienste in den Umbau der Wälder hin zu klimaresistenteren Beständen. Das Parlament hatte dafür zusätzliche Bundesmittel beschlossen. Zunächst standen jährlich 25 Millionen Franken zur Verfügung, später aufgrund von Sparmassnahmen noch 17,5 Millionen Franken.

Nun seien diese zusätzlichen Gelder in der Finanzplanung 2027 bis 2029 vollständig gestrichen worden. WaldSchweiz fordert, dass die Unterstützung langfristig gesichert wird.

Geld fliesst in drei Massnahmenpakete

Die zusätzlichen Bundesmittel fliessen laut Verband in gezielte Massnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Dazu gehören die Förderung hitze- und trockenheitsresistenter Baumarten, die Pflege instabiler Waldbestände zur Erhöhung ihrer Widerstandskraft sowie Sicherheitsholzschläge entlang von Strassen, Bahnlinien und in stark frequentierten Erholungswäldern.

Nach Ansicht von WaldSchweiz ist die langfristige Finanzierung dieser Massnahmen entscheidend, damit die Schweizer Wälder den Folgen des Klimawandels standhalten können.

Kommentare (1)

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  • Güst Erni | 15.08.2026
    Wenn man die letzten 20 bis 30 Jahre aufmerksam beobachtet hat, was im Wald abläuft, hat man mit Waldumbau beginnen können. Baumartrn wie Föhre, Nussbaum, Spitzahorn und Eiche zeigen jetzt, wohin es gehen könnte.
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