440 Gemeinden dürfen keine Zweitwohnungen bauen

440 Schweizer Gemeinden haben offiziell einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent und dürfen somit keine Zweitwohnungen bewilligen. Dies sind 40 Gemeinden weniger als noch vor einem Jahr. Der Bund hat die Liste aktualisiert.

sda |

440 Schweizer Gemeinden haben offiziell einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent und dürfen somit keine Zweitwohnungen bewilligen. Dies sind 40 Gemeinden weniger als noch vor einem Jahr. Der Bund hat die Liste aktualisiert.

Seit der letzten Anpassung vor einem Jahr wurden 46 Gemeinden gestrichen. 26 Gemeinden haben den Nachweis erbracht, dass ihr Zweitwohnungsanteil unter 20 Prozent liegt, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Dienstag mitteilte. 20 Gemeinden wurden von der Liste gestrichen, weil sie mit einer anderen Gemeinde fusioniert haben.

Zu Beginn waren es 570 Gemeinden

6 Gemeinden sind dagegen neu auf der Liste, weil sich bestätigt hat, dass ihr Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent liegt. Es handelt sich um die Gemeinden Sauge (BE), Val-de-Charmey (FR), Ilanz/Glion (GR), Bettmeralp (VS), Magliaso (TI) und Haut-Vully (FR).

Somit dürfen aktuell 440 von 2352 Schweizer Gemeinden keine Zweitwohnungen mehr bewilligen. Ausnahmen sind möglich, wenn die Gemeinden die Baubewilligung an eine Bedingung knüpfen, die sicherstellt, dass mit dem Bau von Zweitwohnungen so genannte warme Betten entstehen. Die Zweitwohnungsliste wird zum dritten Mal angepasst. Zu Beginn galt die Beschränkung für 570 Gemeinden. Ein Grossteil der betroffenen Gemeinden befinden sich in den Kantonen Wallis, Graubünden, Tessin, Bern und Waadt.

Liste Folge der Zweitwohnungsinitiative

Die Liste ist eine Folge der Zweitwohnungsinitiative. Volk und Stände hatten dieser im März 2012 zugestimmt und damit beschlossen, dass Gemeinden mit einem Zweitwohnungsbestand über 20 Prozent keine neuen Zweitwohnungen bewilligen dürfen. Die Verordnung dazu ist seit Anfang 2013 in Kraft und gilt bis zum Inkrafttreten der Ausführungsgesetzgebung.

Das Gesetz ist in der parlamentarischen Beratung, der Ständerat hat in der Herbstsession als Erstrat darüber befunden. Er ist den Berg- und Tourismusregionen bei den Ausnahmen weit entgegen gekommen.

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Hat der Hitzesommer deine Ferienpläne beeinflusst?

9.3 % Ja, Ferien abgesagt
9.3 % Ja, Ferien verschoben
4.7 % Ja, nur kurz weg gewesen
11.6 % Nein, Ferien wie geplant
65.1 % Ich mache grundsätzlich keine Ferien

Teilnehmer insgesamt 43

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?