Alpen-Initiative gegen gefährliche Güter auf Alpen-Transitstrassen

Auf allen Alpen-Transitstrassen sollen generell keine gefährlichen Güter mehr transportiert werden dürfen. Das verlangt die Alpen-Initiative mit einer Resolution. Im Auge hat sie den Simplonpass, aber nicht nur.

sda |

Auf allen Alpen-Transitstrassen sollen generell keine gefährlichen Güter mehr transportiert werden dürfen. Das verlangt die Alpen-Initiative mit einer Resolution. Im Auge hat sie den Simplonpass, aber nicht nur.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete die Resolution an die Adresse von Verkehrsministerin Doris Leuthard am Samstag in Olten SO, wie die Alpen-Initiative mitteilte. Jeden Tag fahren nach ihren Angaben 30 bis 40 Lastwagen mit Gefahrgut über den Simplon.

Der Simplon sei eine Ausnahme, denn nur dort dürften Lastwagen mit Giften und leicht brennbaren Materialien verkehren, schrieb die Alpen-Initiative. Am Gotthard, am San Bernardino und auch am Grossen Sankt Bernhard seien Gefahrgut-Strassentransporte untersagt.

Die Alpen-Initiative befürchtet, dass nach dem Bau der zweiten Tunnelröhre am Gotthard dieses Verbot fallen könnte. Im Seelisbergtunnel seien gefährliche Transporte seit der Renovation von 2015 erlaubt - damit seien alle richtungsgetrennten Schweizer Tunnels für diese Transporte benutzbar, schreibt sie.

Neuer Alpenrat

Im Verlagerungsbericht von Ende 2017 gab der Bundesrat bekannt, dass zum Transport gefährlicher Güter über den Simplon eine Risikoanalyse vorzunehmen sei. Er empfahl, eine Selbstverpflichtung der verladenden Branche zu prüfen, um die Verkehrssicherheit entlang der Simplon-Strassenroute zu erhöhen.

Die Mitgliederversammlung der Alpen-Initiative wählte am Samstag auch den 16-köpfigen Alpenrat neu. Die Frauen und Männer vertreten die Anliegen der Alpen-Initiative in den Regionen. Einer der neuen Alpenräte ist der Luzerner Nationalrat Michael Töngi (Grüne). 

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