Arla will in den USA wachsen

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods will in den nächsten fünf Jahren einen Mehrwert für ihre wachsenden Milchmengen generieren und hat sich deshalb den neuen Strategieplan „Good Growth 2020“ verordnet.

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods will in den nächsten fünf Jahren einen Mehrwert für ihre wachsenden Milchmengen generieren und hat sich deshalb den neuen Strategieplan „Good Growth 2020“ verordnet.

Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte, ist das eigene Rohstoffaufkommen seit 2007 von 8 Mrd. kg auf 14 Mrd kg gewachsen und dürfte bis 2020 um weitere 2,5 Mrd. kg zunehmen. „Unsere neue Strategie ist keine radikale Richtungsänderung für Arla. Wir wollen uns bis 2020 noch mehr auf ein organisches Wachstum und den Ausbau unserer Marken durch Innovationen konzentrieren“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Peder Tuborgh.

Dies solle dabei helfen, mit der Milch der Genossenschaftsmitglieder das rentabelste Wachstum zu ermöglichen. Aufsichtsrat und Unternehmensleitung der Arla Foods wollen sich laut dem Strategieplan „Good Growth 2020“ auf insgesamt acht Molkereiproduktkategorien und sechs grössere Marktregionen konzentrieren. Bei den Erzeugnissen mit Priorität handelt es sich um Butter und Mischstreichfette, Streichkäse, Käsespezialitäten, Milchgetränke und Joghurt, Milch und Milchpulver, Mozzarella sowie Zutaten.

In diesen Kategorien strebt Arla vor allem an, mit seinen drei globalen Marken Arla, Lurpak und Castello weitere Marktanteile zu gewinnen. Zu den erfolgversprechenden Absatzregionen zählen für den Molkereikonzern Europa, der Nahe Osten, China, Russland, Nigeria und die USA. „Wir haben Märkte identifiziert, auf denen wir ein langfristig rentables Geschäft aufbauen können. Wir verstärken unsere Anstrengungen in den USA und in Nigeria und bauen weiterhin auf unsere Positionen in Europa, dem Nahen Osten und in China“, erläuterte Tuborgh.

Dabei bestehe die Hoffnung, dass sich Russland wieder für Geschäfte öffne. Aus den nicht genannten Märkten werde sich Arla aber keineswegs zurückziehen; jedoch würden Innovationen, Investitionen und Kompetenzen auf die Kernmärkte konzentriert. Der Molkereikonzern erwartet, dass sich in den kommenden fünf Jahren etwa die Hälfte des Wachstums durch hinzugewonnene Marktanteile außerhalb der EU erzielen lässt.

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