Brändli pocht auf Kostenwahrheit

Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli nimmt in den Tamedia-Zeitungen Stellung zum Argument der Befürworter der Trinkwasser-Initiative, wonach wegen der Konzentration der Direktzahlungen auf die Biobetriebe deren Produkte günstiger werden könnten.

 Erstens, so Brändli, würden die Biobetriebe durch die Zahlungen von der Politik abhängig. Bio sei dank der engen Zusammenarbeit mit den Konsumentinnen und Konsumenten gross geworden.

Zweitens würden die Direktzahlungen die Bioprodukte künstlich verbilligen. Das könne nicht das Ziel von Bio sein. «Unsere Preise zeigen den wirklichen Wert eines Lebensmittels, weil sie bereits die meisten externen Kosten enthalten.» Bei korrekten Preisen gebe es auch weniger Food Waste, fügt Brändli an.

Kommentare (9)

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  • Hansjörg Grätzer | 16.05.2021
    BioSuisse macht einen Verrat in der eigenen Sache. Die heute völlig überhöhten Preise für Bio-Produkte sind vor allem den überrissenen Margen der Grossverteiler geschuldet. Jeder Bio-Konsument würde den Bauern gerne einen höheren Preis bezahlen, als dieser vom Grossverteiler erhält. Wir hätten ja ein paar Jahre Zeit, dies z.B. mit Direktvermarkung zu ändern.
  • Luzerner Bauer | 13.05.2021
    Es ist schon lustig, alle Bauern wollen scheinbar immer efizienter produzieren und immer weniger Geld für ihre Produkte erhalten...!?
    Stimmt da vielleicht mit dem Selbstbewusstsein von vielen etwas nicht mehr, wenn sie nicht immer besser (billiger?) sein können als die anderen? ;-)
  • Heinrich Maag | 13.05.2021
    Ich will gar kein Biogemüse essen… der alte Standard ist längstens gut genug.. auch nicht mehr Vorschriften.. ich will nicht bevormundet werden
  • Hanspeter | 12.05.2021
    Bioprodukte werden mit der TWI billiger, weil die bestehenden Betriebe grösser werden und somit günstiger produzieren können (Zupacht von Land der Betriebe die weder für Bio fähig, noch ohne DZ produktiv sind; = Skaleneffekt).
    Brändli sollte sehen, dass er sich mit Pestizidinitiative ins eigene Bei schiesst. Es würden an der Grenze massenhaft Pseudo-Bio-Produkte (mit gefälschten Zertifikaten) zu Billigstpreisen angeboten. Ich kenne solche Zert. vom Cacao...!!
    TWI JA; Pest-Init NEIN
    • Christoph Büschi | 12.05.2021
      Sie verstehen wohl auch kaum wie Bio funktioniert! Nämlich mit viel Handarbeit! Die Bio Betriebe können nicht grösser werden da die helfenden Hände fehlen! Schon mein Grossvater hätte mehr Land bekommen als er mit den damaligen Pferden und Maschinen geschafft hätte! Er musste es aus Arbeitstechnischen Möglichkeiten ablehnen. Damals waren auf einem 20 ha Betrieb 6 Menschen Vollzeitbeschäftigt! Heute sind es 1.5 Personen! Die Löhne sind gestiegen die Preise für den Bauern müssten steigen!
      • Fritz | 12.05.2021
        Auch Bio hat betr. (Arbeits-) Technik grosse Fortschritte gemacht. Wegen den hohen DZ und Preisen haben es die Bio-Betriebe (noch) nicht nötig, so rationell zu arbeiten, wie es möglich wäre.
        Dank der TWI können diese Möglichkeiten genutzt werden. zum Nutzen der Produzenten und der Konsumenten!
        • Bio | 13.05.2021
          Fritz, Biobetriebe sollen dank dem Skaleneffekt für das gleiche Einkommen mehr produzieren? Gestattest du ihnen mal eine Einkommenssteigerung?
  • Luzerner Bauer | 12.05.2021
    Endlich mal eine klare Aussage!
    Von all dem 'Wischiwaschi' der Initiativ-Befürworter über billigere Bioprodukte haben wir nun langsam genug gehört!
    Die BIOPRODUKTION wird nicht billiger, nur weil es ein grösseres Angebot gibt. Und jeder normal denkende Bauer, ob Bio oder Konventionell, setzt nich auf noch mehr Direktzahlungen um die Produkte zu verbilligen!
    Die Initianten sollten endlich mal ehrlich sein und den Konsument:innen mal klaren (Bio-) Wein einschenken!! ;-)
  • A. G. | 12.05.2021
    Danke für diese Klarstellung, Herr Brändli. Frau Herren hat sich mit ihrer Aussage, die Biolebensmittel würden erschwinglicher resp. billiger, demaskiert.
    Es gibt keine Grundlage, die darauf hinweist, dass nicht ausgezahlte Direktzahlungen auf die restlichen DZ Betriebe verteilt werden. Da definierte Beiträge pro Massnahme gelten wird das Budget entsprechend, zugunsten der Bundeskasse, gesenkt., genau im Sinn von GLP/FDP Initiativenbefürworter

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