Nachdem die OLMA Eröffnungsrede von Doris Leuthard zu regen Diskussionen und Gesprächen führte, meldet sich nun die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) mit einem Standpunkt.
Gemäss einer Mitteilung der Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) braucht es nach der Eröffnungsrede von Bundesrätin Doris Leuthard neue Köpfe und Ideen im Bundesrat. Die Vorstellungen und Visionen, welche Bundesrätin Leuthard präsentierte, würden für den Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor keine Perspektiven bieten. «Es scheint, als wolle der Bundesrat an veralteten Trends festhalten. Es ist an der Zeit, dass der Bundesrat die Bedürfnisse der Bevölkerung und Konsumenten wahrnimmt» lässt die SALS-Schweiz im Schreiben weiter verlauten.
Bevölkerung wäre bereit, 20-30% mehr zu bezahlen
Am 24. September stimmte das Schweizer Volk mit fast 80% dem Verfassungsartikel für Ernährungssicherheit zu. Offensichtlich wünscht die Bevölkerung hierzulande eine starke inländische Lebensmittelproduktion. Eine im Frühjahr 2017 veröffentlichte Studie der Universität St. Gallen beweise, dass Schweizer Konsumenten bereit wären, für Regionalprodukte zwischen 20 und 30 Prozent mehr zu bezahlen. Bei dieser Studie gab die grosse Mehrheit der befragten Personen an, sie würden mindestens einmal pro Woche Regionalprodukte käuflich erwerben.
Die SALS-Schweiz fordert deshalb neue Ideen vom Bundesrat. Dabei sollen starke Rahmenbedingungen geschaffen werden für lokale, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel. Die Strategie müsse auf eine Stärkung des Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektors zielen und nicht auf eine Demontage der Inlandproduktion.