«Der Eingriff ist dringend notwendig und kann nicht warten», liess Rösti sich in einem Communiqué des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vom Mittwoch zitieren. «Ich nehme ihn jetzt vor, damit ich danach wieder mit vollem Einsatz für mein Departement und die Schweiz da sein kann.»
Nervenbefreiung
Uvek-Kommunikationsleiterin Franziska Ingold umschrieb den Eingriff gegenüber Keystone-SDA als Nervenbefreiung und Versteifung der Lendenwirbelsäule. Er sei nicht durch einen Unfall bedingt. In den Worten des Uvek erfolgt die Operation «unter optimalen Bedingungen». Rösti sei guter Dinge und vertraue auf eine zügige Genesung.
Der Umwelt- und Verkehrsminister will nach dem Eingriff an den Sitzungen des Bundesrates teilnehmen, zunächst aber per Telefon. Hingegen werden sämtliche öffentlichen Auftritte, Reisen und externen Termine von Rösti gemäss den Angaben für die Dauer der Erholungsphase abgesagt oder verschoben. Soweit möglich, würden einzelne Termine durch die Amtsdirektorinnen und -direktoren oder andere Mitarbeitende wahrgenommen, schrieb das Uvek. Die Führung des Departements sei vollumfänglich sichergestellt. Rösti bat um Verständnis für «allfällige Unannehmlichkeiten» und dankte den Kolleginnen und Kollegen im Bundesrat für die Unterstützung.
Pfsiter ist Stellvertreter
Offizieller Stellvertreter von Rösti ist Verteidigungsminister Martin Pfister. Übernehmen müssen wird er unter anderem in der bevorstehenden Sondersession des Nationalrates, wie Ingold sagte. An einem der vier Sessionstage sind Geschäfte des Uvek traktandiert, allerdings zum grössten Teil Vorstösse.
Wichtige politische Treffen hätten wegen der Operation nicht gestrichen werden müssen, führte Ingold weiter aus. Bei den betroffenen Terminen handele es sich vor allem um Interviews sowie um Auftritte bei Organisationen wie zum Beispiel Handelskammern.
