Bundesrat stimmt Kroatien-Lösung zu

Der Bundesrat lässt kroatische Bürgerinnen und Bürger zum Arbeitsmarkt zu, ohne aber das Protokoll zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit zu unterzeichnen. Damit ist ein erster Schritt zur Deblockierung der Situation mit der EU getan.

Der Bundesrat lässt kroatische Bürgerinnen und Bürger zum Arbeitsmarkt zu, ohne aber das Protokoll zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit zu unterzeichnen. Damit ist ein erster Schritt zur Deblockierung der Situation mit der EU getan.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative hatte der Bundesrat erklärt, dass das Protokoll zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien nicht unterzeichnet werden kann. Die EU legte darauf die Verhandlungen zur Forschungszusammenarbeit Horizon2020, zum Austauschprogramm Erasmus+, zum Filmförderungs- und zum Stromabkommen auf Eis.

Der Entscheid zu einem Mandat für Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zu institutionellen Fragen wurde ebenfalls ausgesetzt. Mit der Lösung, welcher der Bundesrat am Mittwoch zugestimmt hat, soll wieder Bewegung in diese Dossiers kommen. Für Kroatinnen und Kroaten werden separate Kontingente für Drittstaatenangehörige geschaffen.

Ab 1. Juli 2014 stehen 50 Jahresaufenthaltsbewilligungen B und 450 Kurzaufenthaltsbewilligungen L zur Verfügung. Damit haben die Kontingente den Umfang, welcher zwischen Unterzeichnung des Protokolls bis zu dessen Inkraftsetzung vorgesehen war.

Ebenfalls wie vorgesehen wird Kroatien ein Erweiterungsbeitrag von 45 Millionen Franken gewährt. Kroatien werde damit gleich behandelt wie die anderen seit 2004 beigetretenen neuen EU-Mitgliedstaaten, schreibt der Bundesrat in in einer Mitteilung.

Diese Lösung hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet. Am Dienstag hatten die Unterhändler in Brüssel eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Mit der Erklärung des Bundesrats ist auch der Weg frei, damit der EU-Botschafter-Ausschuss (Coreper) das Verhandlungsmandat für ein Rahmenabkommen genehmigen kann.

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Hat der Hitzesommer deine Ferienpläne beeinflusst?

7.1 % Ja, Ferien abgesagt
7.1 % Ja, Ferien verschoben
5.4 % Ja, nur kurz weg gewesen
8.9 % Nein, Ferien wie geplant
71.4 % Ich mache grundsätzlich keine Ferien

Teilnehmer insgesamt 56

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?