Der Bundesrat ist einverstanden damit, für Brot und Backwaren eine Deklarationspflicht einzuführen: Das Produktionsland soll an einem für Kundinnen und Kunden gut sichtbaren Platz angegeben werden.
Eine Motion mit dieser Forderung hatte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK) eingereicht. Der Bundesrat empfiehlt diese zur Annahme, wie er am Donnerstag mitteilte. Eine Begründung zum Antrag gibt es nicht.
Hintergrund ist eine Motion von Ständerat Peter Hegglin (CVP/ZG), der eine Deklarationspflicht für die Rohstoffe von Brot und Backwaren verlangt. Die Motion möchte erreichen, dass die Geschäfte, welche direkt oder in verarbeiteter Form (z. B. Sandwiches) Brot und Backwaren verkaufen oder bereitstellen (z. B. Restaurants), an einem für den Kunden sichtbaren Platz die Herkunft der Rohwaren und den Verarbeitungsort aufzeigen.
Diesen Vorstoss lehnen sowohl die Kommission als auch der Bundesrat ab. Die Regierung führte in ihrer Stellungnahme unter anderem den administrativen Aufwand und die Kosten für den Detailhandel ins Feld.
Die WBK nahm das Anliegen jedoch teilweise in ihrem eigenen Vorstoss auf. Angesichts der steigenden Importe von Backwaren nehme die Bedeutung von deren Rückverfolgbarkeit zu, begründete sie ihre Motion. Die WBK möchte deshalb eine Deklarationspflicht des Produktionslandes für offen verkauftes Brot und Backwaren einführen. Dabei sollen die Angaben an einem für den Kunden sichtbaren Platz erfolgen. Dieser Motion stimmt der Bundesrat zu.
Beide Vorstösse werden in der Herbstsession vom Ständerat behandelt.