Bundesrat will Landwirtschaft gezielt unterstützen

Der Bundesrat will Schweizer Bauern und Bäuerinnen dabei unterstützen, sich an neue Handelsabkommen anzupassen. Ab 2028 stehen dafür mehr zinslose Kredite sowie eine Million Franken pro Jahr für Exportprojekte zur Verfügung. So soll die Schweizer Landwirtschaft trotz stärkerer Konkurrenz wettbewerbsfähig bleiben.

pd/ome |

Die Schweiz schliesst immer wieder Handelsabkommen mit anderen Ländern ab. Dabei muss sie oft auch Zugeständnisse im Bereich der Landwirtschaft machen, beispielsweise indem sie mehr Importe zulässt.

Dadurch geraten Schweizer Landwirte und Bäuerinnen unter stärkeren Konkurrenzdruck und müssen sich anpassen. Um die Schweizer Landwirtschaft zu unterstützen, hat der Bundesrat am 20. Mai Begleitmassnahmen in Höhe von über 150 Millionen Franken beschlossen.

«Konzessionen gehören zur Aussenpolitik dazu»

Die Schweiz verfolgt seit Jahren eine aktive Handelspolitik. Wie der Bundesrat mitteilt, sind Konzessionen im Agrarbereich in diesen Verhandlungen oft Teil des Pakets (-> Mercosur: Parmelin unterzeichnet Freihandelsabkommen) . Um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Schweizer Landwirtschaft ihre Produktion an sich ändernde Marktverhältnisse anpassen.

Deshalb hat der Bundesrat beschlossen, die Landwirtschaft mit gezielten Begleitmassnahmen zur Aussenhandelspolitik zu unterstützen. «Mit diesen Massnahmen erhöht der Bundesrat die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an veränderte Marktbedingungen», heisst es in einer Mitteilung des Bundesrates.

-> Freihandel mit Mercosur steht: «Für Bauern verkraftbar»

Zusatzangebot für Investitionskredite

Im Zentrum steht dabei ein zeitlich begrenztes Zusatzangebot für Investitionskredite. Zwischen 2028 und 2031 soll das Umlaufvermögen für zinslose Darlehen um insgesamt 150 Millionen Franken erhöht werden. Mit diesen Darlehen sollen wichtige Investitionen auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie in landwirtschaftliche Infrastrukturen gefördert werden.

Für Exportinitiativen sollen zudem während acht Jahren jährlich eine Million Franken zur Verfügung gestellt werden. Die damit verbundenen Mehrausgaben sollen durch entsprechende Mehrerträge aus der Versteigerung von Importkontingenten gegenfinanziert werden. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), zu dem auch die Landwirtschaft gehört, wird bis Ende Oktober 2027 eine entsprechende Verordnungsänderung vorbereiten.

-> Mercosur: Kommission für Freihandelsabkommen

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