Künftig soll es nur noch zwei statt drei Mehrwertsteuersätze geben. So wollte es das Parlament. Nun hat der Bundesrat aufgezeigt, wie er den Auftrag umsetzen will.
Nach dem Willen des Parlaments soll der tiefere Steuersatz wie bisher für Nahrungsmittel gelten. Neu davon profitieren sollen das Gastgewerbe, für das heute der Normalsatz von 8 Prozent gilt, sowie die Hotellerie, für die heute ein Sondersatz von 3,8 Prozent gilt.
Dies hätte laut Bundesrat jährliche Mindereinnahmen zwischen 760 und 810 Millionen Franken zur Folge. Um diese zu kompensieren, will der Bundesrat den reduzierten Steuersatz erhöhen. Er schlägt zwei Varianten vor: eine Erhöhung von heute 2,5 Prozent auf 2,8 oder auf 3,8 Prozent.
Beide Varianten würden für die meisten Haushalte eine Mehrbelastung bedeuten. Profitieren würden Haushalte mit einem Einkommen von über 12'500 Franken pro Monat.