
Viele Reisende weichen bei stockendem Verkehr auf Kantons- und Gemeindestrassen aus – mit spürbaren Folgen für die betroffene Bevölkerung.
Nile
Gerade zu Spitzenzeiten wie an Ostern stossen die Nord-Süd-Transitachsen regelmässig an ihre Grenzen. Staus, Lärm und Abgase prägen dann den Alltag im Alpenraum, teilt Pro Alps (vormals Alpen-Initiative) mit.
Viele Reisende weichen bei stockendem Verkehr auf Kantons- und Gemeindestrassen aus – mit spürbaren Folgen für die betroffene Bevölkerung. Die Lebensqualität in den Dörfern leidet erheblich.
Mit der Annahme der Motion zur Einführung einer verkehrsabhängigen Durchfahrtsabgabe setzt der Nationalrat ein wichtiges Signal, teilt Pro Alps mit. Die Abgabe soll helfen, Verkehrsspitzen zu glätten und Ausweichverkehr zu reduzieren. Besonders relevant: Ein grosser Teil des Verkehrs – etwa am Gotthard – stammt aus dem Ausland.
Umsetzung und weitere Massnahmen entscheidend
Für Pro Alps ist klar: Die Wirkung steht und fällt mit der konkreten Umsetzung. Die Organisation fordert eine rasche Einführung sowie flankierende Massnahmen wie temporäre Fahrverbote auf Ausweichrouten.
Zudem sollen die Einnahmen gezielt in den öffentlichen Verkehr und die betroffenen Regionen fliessen.
Kritik an Güterverkehrspolitik
Weniger positiv fällt die Bilanz beim alpenquerenden Güterverkehr aus. Die Verlagerung auf die Schiene stockt, während der Strassentransport weiter zunimmt. Die verpasste Chance bei der LSVA-Revision sorgt entsprechend für Kritik.
Immerhin: Einzelne Beschlüsse zur Förderung des kombinierten Verkehrs und neue politische Vorstösse zeigen, dass der Handlungsdruck erkannt ist – konkrete Verbesserungen stehen jedoch noch aus.