Am 26. April wird das Vizepräsidium des Bauernverbandes neu bestellt. Und dabei kommt es zu einer Novität. Mit Liselotte Peter wurde erstmals eine Frau für dieses Amt nominiert.
Der Vorstand des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes SBLV hat Peter an ihrer jüngsten Sitzung als Kandidatin vorgeschlagen, wie es in einem Communiqué am Mittwoch heisst.
Für den Bäuerinnen- und Landfrauenverband sprechen folgende Gründe für eine Frauen-Kandidatur:
- Bauer und Bäuerin tragen die Verantwortung für den Betrieb in der Regel gemeinsam.
- 40 Prozent der Beschäftigten in der Landwirtschaft sind Frauen.
- Bäuerinnen sind in den Verbänden immer mehr präsent. In grossen Agrarkantonen sind Frauen „erfolgreich in die Präsidien eingebunden“.
Für Liselotte Peter spreche, dass
- sie eine grosse politische Erfahrung auf kommunaler (Kefikon TG) und kantonaler Ebene aufweise. Peter ist Kantonsrätin für die SVP im Kanton Thurgau.
- der Proporz der politischen Parteien mit ihrer Kandidatur gewahrt werde.
- ihr Leistungsausweis als Bäuerin und in der Verbandsarbeit hervorragend in das Profil einer SBV-Vizepräsidentin passe .
Bisher wurde der Präsident des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) Hans Frei (SVP) nominiert. Amtierende Vizepräsidenten sind der Luzern CVP-Kantonsrat Josef Dissler sowie der Freiburger FDP-Grossrat Fritz Glauser