FDP sagt deutlich Nein zur Revision des Raumplanungsgesetzes

Die FDP Schweiz empfiehlt die Revision des Raumplanungsgesetz klar zur Ablehnung. Die Nein-Parole ist an der Delegiertenversammlung vom Samstag in Zürich-Oerlikon mit 185 zu 85 Stimmen gefasst worden.

sda |

Die FDP Schweiz empfiehlt die Revision des Raumplanungsgesetz klar zur Ablehnung. Die Nein-Parole ist an der Delegiertenversammlung vom Samstag in Zürich-Oerlikon mit 185 zu 85 Stimmen gefasst worden.

Durch die Annahme des Gesetzes werde «kein einziger Quadratmeter  Land geschützt», sagte der Baumeisterverbands-Präsident und  ehemalige Thurgauer Nationalrat Werner Messmer vor den Delegierten.  Er befürworte durchaus griffige Massnahmen im Raumplanungsgesetz,  aber es müsse darum gehen, dass sparsam mit Land umgegangen wird,  indem verdichtet gebaut werde.

«Wir müssen höher und tiefer bauen können und die  Bewilligungsverfahren vereinfachen», sagte Messmer. Er warnte vor  einer «juristischen Lawine» bei einer Annahme des Gesetzes. Die  Steuerzahler müssten für die im Gesetz geforderten Auszonungen über  30 Milliarden Franken zahlen.

Die Delegierten nicht überzeugen konnte Gesetzes-Befürworter Kurt  Fluri, Nationalrat aus Solothurn. Laut Fluri ist in der Schweizer  Bevölkerung ein Mentalitätswandel feststellbar, die Zustimmung zur  Zweitwohnungsinitiative sei ein Zeichen dafür.

Mit Sicherheit werde es bei einem Ja nicht zu Rückzonungen im  Siedlungsgebiet der Agglomerationen kommen. Auch stimme das  Argument, es seien dort Mietzinserhöhungen zu befürchen, nicht.

Das revidierte Gesetz sei nicht repressiv, sondern diene der  langfristigen Sicherung des Baulandes, sagte Fluri. Es gehe mit der  Gesetzesrevision nicht um die Rückzonung, sondern um die  langfristige Ausrichtung der Raumplanung in einer Weise, wie es im  Gesetz längst vorgesehen sei.

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