Franziska Herren reicht Aufsichtsbeschwerde ein

Der Verein «Sauberes Wasser für alle», der die Ernährungsinitiative lancierte und von Umweltschützerin Franziska Herren präsidiert wird, hat eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Eidgenössische Wirtschaftsdepartement eingereicht.

hal/blu |

Gemäss Mitteilung beanstandet der Verein, dass die Schweizer Landwirtschaft in keiner Weise darauf vorbereitet ist, die Ernährung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen innert einem Jahr aus eigenem Boden sichern zu können. Alarmierend sei auch, dass der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz heute nur bei 42 % liege.

«Hauptursache dafür ist, dass auf 60 % der Schweizer Ackerflächen der Anbau von Futtermitteln für Nutztiere gefördert wird, statt pflanzliche Lebensmittel für Menschen zu produzieren», ist in der Mitteilung zu lesen. 

Die Aufsichtsbeschwerde des Vereins «Sauberes Wasser für alle» fordert, dass das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung angewiesen wird, sicherzustellen:

  • dass in Krisen und Mangellagen die Landesversorgung aus eigenem Boden jederzeit kurzfristig gewährleistet ist, und dass unsere Landwirtschaft dementsprechend ausgerichtet wird.
  • dass die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt und die dafür geltenden Vorschriften zum Bodenschutz konsequent umgesetzt werden.
  • dass Behörden, Parlament und Öffentlichkeit korrekt, vollständig und sachlich über diesen verfassungsmässigen Auftrag der Landwirtschaft informiert werden, insbesondere im Zusammenhang mit politischen Vorlagen und Abstimmungen.

Die Initianten wollen eine Abstimmungsbeschwerde einreichen, falls weiterhin eine «irreführende Kommunikation erfolgt – wie zum Beispiel, dass das Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70% innert 10 Jahren unrealistisch sei», heisst es in der Mitteilung weiter.

Kommentare (23)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Melker | 22.02.2026
    Es ist ganz einfach. Essen und trinken sofort verbieten!!!
    Dann braucht es die Landwirtschaft weltweit nicht mehr…
  • Milchbauer | 18.02.2026
    Gstudierti hämmer gnuäg aber kei Gschidi meh
    • Trotteli | 19.02.2026
      Deinem Kommentar nach bist du auch kein Gescheiter.
      Zu den Gschtudierten: Es ist erwiesen, dass Betriebsleiter mit höheren Bildungsabschlüssen (Hochschule, Fachhochschule) wirtschaftlich die besseren Resultate haben... Wers nicht glaubt, mache sich schlau, falls er das kann.
  • Simon | 17.02.2026
    Wenn wir Landwirte immer alles besser wüsste, wie viele Leute immer über uns spoten.... macht euch mal gedanken!!
    Wer produziert? Wer arbeitet 7 Tage pro Woche? Wer hat keine 4 oder mehr Wochen Ferien pro Jahr?
    Und trozdem ist man immer der böse und jeder weiss es besser.
    Sehr motivierend.
    • Stefan | 17.02.2026

      Wer macht das alles freiwillig und jammert doch?

    • Ulrich Heimberg | 17.02.2026
      Eure Arbeitszeit und fehlende Ferien beklagen müsst ihr ja nicht andauernd. Ihr seid nicht in einer Opferrolle ! Ist es doch jederzeit möglich, eine andere und scheinbar befriedigerende Arbeit anzunehmen. Ich jedenfalls habe bei Unzufriedenheit stets reagiert !
    • Seppetoni | 17.02.2026
      Wer vorausschauend, gut organisiert, hat vernünftige Arbeitszeiten und auch Zeit für Ferien.
      Wer kaum an den Morgen denkt und alles von der Hand in den Mund organisiert, der hat viel Grund zum jammern. Das war immer so, und wird immer so bleiben.
  • Die Zwiebel | 17.02.2026
    Gebt uns genug Geld für unsere produkte, und wir erhalten die Produktionsbereitschaft mit maschinen und wissen hoch.
    Aber heute ist es so, das der unternehmer "Bauer" immer weniger für seine produkte erhält, (geiz ist immer noch geil), und deshalb das produziert, oder nichts mehr, das noch geld bringt.
    Wenn die Rahmenbedingungen, wie absatz stimmen, braucht ihr nur die preise erhöhen, und die bauern folgen um ein Einkommen tu erzielen mit dem es sich wrnigstens leben lässt.
    • S. Schweizer | 17.02.2026
      Kann man die Schweizer Bauern wirklich noch als selbständige Unternehmer bezeichnen oder sind sie verschleierte Bundesangestellte?
    • Ulrich Heimberg | 17.02.2026
      Ihr bevorzugt ja auch nicht immer Produkte aus unserem Land ! Futter, Düngemittel, Maschinen, usw.
    • Lauper | 17.02.2026
      Wie wäre es auf der anderen Seite, wenn die Landwirte aus dieser Planwirtschaft herauskommen würden. Ihr bekommt das Geld dass ihr verdient. Keine andere Branche bekommt soviele Subventionen wie ihr.
      Lernt selbständig zu wirtschaften, verhandelt mit euern Abnehmern dass sie euch anständige Preise bezahlt, etc.
      Jammern ist einfach, Tun leider nicht.
      Und ja, ich weiss was es bedeutet landwirtschaftlich zu arbeiten. Viel Engagement, viel Arbeit.
      Aber das aucc nur auf den kleinen Betrieben. Die Grossen.....
  • esther | 17.02.2026
    BITTE erzeugt mehr normale Bioprodukte. Ich schränke mich ein und kaufe es, aber bin auf wirklich gutes und gesundes Gemüse angewiesen. Ich stehe an eurer Seite. Weiss nicht ob alle Bauern, dass so sehen. Wir müssen uns auf unsere Werte besinnen sonst sind wir irgendwann ein undefinierbares Staatsgebilde, weil sich Niemand wehrt. Die Wirtschsft hat sich schon bald selbst abgeschafft und vieles ns Ausland verschoben. Kämpft für gesunde Nahrungsmittel, Böden eigene Landwirtschaftliche Produkte und sauberes Wasser in der Schweiz!
    • Tierbetrieb | 17.02.2026

      Guten Tag Esther,


      Dir würde ich gerne zeigen wie Bio, Bio wirklich ist....


      Ich würde fast sagen, du würdest dann wahrscheinlich keine Bio-Produkte mehr kaufen, weil es keinen grossen unterschied gibt, meistens.


      Gruss

  • Frau | 17.02.2026
    Wie traurig und unwürdig, dass frau drohende Kriege als Argument aufführen muss, im Versuch, die männlichen Wirtschaftsmächte endlich wach zu rütteln...
    Aber schön, dass es dennoch noch Frauen mit Hoffnung für ein zukünftiges miteinander gibt.
    Ich habe sie verloren.
    Weiter so, Franziska!!!
  • Frau | 17.02.2026
    Wie traurig und unwürdig, dass frau drohende Kriege als Argument aufführen muss, im Versuch, die männlichen Wirtschaftsmächte endlich wach zu rütteln...
    Aber schön, dass es dennoch noch Frauen mit Hoffnung für ein zukünftiges miteinander gibt.
    Ich habe sie verloren.
    Weiter so, Franziska!!!
  • Roman berger | 17.02.2026
    Das Gift das Du spritzt zerstört deinen Boden. Verstehst du? Wer nicht Biologie Studiert hat eigentlich nichts auf dem Acker verloren, da ihm offensichtlich das grundlegende wissen fehlt.
    • Gesunder Menschenverstand | 17.02.2026
      Nur Studierte sollten auf den Acker???
      Es gibt zu viele Studierte, zuwenig gescheite Leute.
      Wir Bauern schauen zu unserem Land, weil wir es den Nachkommen in gutem Zustand übergeben wollen!
    • Joller | 17.02.2026
      Wer nicht zuerst die Landwirtschaftlicbe Grundausbildung Absolviert hat in der Biologi nichts verloren wenn er in wichtigen Landwirtschaftlichen Themen mitreden will.
      Dareicht reine Biologi nicht.Zu viele
      Gstudierte wo nicht Praxis haben
      bringen uns nicht weiter.
    • Ackerbauer | 17.02.2026
      Haben Sie Biologie studiert?
      Sind Sie schon auf dem Acker gewesen?
    • Joller | 17.02.2026
      Nur mit Biologie kann man noch keinen Landwirtschaftsbetrieb führen.
      Das ist eine Träumerei von Roman Berger. Zuerst Praxis und dann Reden
  • Jakob | 17.02.2026
    Wenn denn Konsumenten wieder klar wird: "Brot ist nicht hart, kein Brot ist hart" bin ich beinahe überzeugt, es reicht für alle.
  • Gesunder Menschenverstand | 16.02.2026
    Immer mehr Leute in derSchweiz --> mehr Wohnungsbau --> bestes Land wird zubetoniert...
    2 Mio. Leute zusätzlich erhöht den Selbstversorgungsgrad sicher nicht!
    Von der Politik werden viele bewährte Spritzmittel verboten, Düngen wird immer mehr eingeschrenkt!
    All das passt nicht zusammen --> der Selbstversorgungsgrad sinkt weiter!!!
    • Mark | 17.02.2026
      Versiegelung der Bodenfläche z.Bsp von großflächigen Industrie Neubauten und Wohngebieten schränkt die zur Verfügung stehende Anbau und Sickerflaeche zusätzlich ein . Selbst bei zusätzlichen Urban Gardening und Bodenverbesserungs Maßnahmen werden wir mit einer angedachten 12 Millionen Schweiz kaum die Hälfte der benötigten Grundnahrungsmittel selbst erzeugen können.
×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Stilllegung von Zuchtsauenplätzen: Was haltet Ihr davon?

% Guter Ansatz
% Schlechter Ansatz
% Weiss noch nicht

Teilnehmer insgesamt 0

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?