
Weil nicht alle Betriebe gleich stark betroffen seien, lehnt der Staatsrat pauschale A-fonds-perdu-Beiträge an sämtliche Landwirtschaftsbetriebe ab.
Ueli Steiner
Mit einer dringlichen Motion verlangten die Grossräte Eric Barras und Adrian Brügger, Präsident des Freiburger Bauernverband, ein Hilfspaket von 10 Millionen Franken. Das Geld sollte ohne aufwendige Schadennachweise an die Landwirtschaftsbetriebe ausbezahlt werden.
In seiner Antwort anerkennt der Staatsrat, dass die aussergewöhnliche Trockenheit viele Betriebe stark belastet hat, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzelei. Er verweist auf bereits umgesetzte Massnahmen wie vorgezogene Direktzahlungen des Bundes, zusätzliche Betriebshilfedarlehen sowie kantonale Unterstützung beim Wassertransport. Gleichzeitig hält die Regierung fest, dass die Folgen je nach Produktionsrichtung sehr unterschiedlich ausgefallen seien.
Keine Giesskanne für alle Betriebe
Weil nicht alle Betriebe gleich stark betroffen seien, lehnt der Staatsrat pauschale A-fonds-perdu-Beiträge an sämtliche Landwirtschaftsbetriebe ab. Er will stattdessen gezielt dort helfen, wo die wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit besonders gross sind.
Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Betriebshilfedarlehen, eine Aufstockung des Fonds für Investitionskredite um 5 Millionen Franken sowie weitere Investitionen in die Wasserversorgung und Bewässerung. Auch nicht rückzahlbare Beiträge schliesst die Regierung für besonders betroffene Betriebe zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus.
Motion soll angepasst werden
Deshalb beantragt der Staatsrat dem Grossen Rat, die Motion aufzuteilen. Das Ziel einer ausserordentlichen Unterstützung von mindestens 10 Millionen Franken unterstützt er grundsätzlich.
Die Mittel sollen jedoch laut Mitteilung nicht pauschal verteilt, sondern gezielt den Betrieben zugutekommen, die sie am dringendsten benötigen.