Der Ständerat soll das Freihandelsabkommen mit China ablehnen, fordern die Stiftung Tier im Recht, Vier Pfoten und Animal Trust. Grund: China kenne keine Mindeststandards beim Tierschutz.
Der Nationalrat hat das Freihandelsabkommen mit China bereits gutgeheissen, am Donnerstag befasst sich der Ständerat mit dem Vertragswerk. Die Stiftung Tier im Recht, Vier Pfoten und Animal Trust sind alarmiert: China sei ein Land ohne minimalste Tierschutzstandards. Tiere würden unter Bedingungen gehalten, die hierzulande längst verboten seien, heisst es in einer Mitteilung.
Als problematisch erachten die drei Tierschutz-Organisation unter anderem, dass mit dem Freihandelsabkommen sämtliche Zölle für Pelzimporte aus China abgeschafft werden. Damit werde die Einfuhr tierquälerisch erzeugter Produkte begünstigt. Auch bei Fleisch- und Milchprodukten seien Zollerleichterungen vorgesehen. Mit dem Freihandelsabkommen werde China gegenüber anderen WTO-Staaten bevorzugt, die punkto Tierschutz fortschrittlicher seien.
Der Ständerat soll morgen das Abkommen ablehnen, fordern die drei Tierschutz-Organisationen. Ein solches dürfe nur abgeschlossen werden, wenn Mindeststandards hinsichtlich Tier- und Umweltschutz sowie Menschenrechte vorgesehen seien.