Ja für Individualbesteuerung und Bargeld-Initiative

Laut einer ersten SRG-Umfrage zeichnet sich bei der Halbierungsinitiative eine Pattsituation ab. Die Klimafonds-Initiative hat es schwer. Anklang fand das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung. Bei der Bargeld-Initiative fanden sowohl die Initiative selbst als auch ihr Gegenentwurf bei den Befragten Gehör.

sda |

Dies ergab die erste Welle der SRG-SSR-Trendbefragung zu den Volksabstimmungen vom 8. März 2026, die vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt wurde. Die Ergebnisse, die am Freitag veröffentlicht wurden, stellten eine Momentaufnahme dar und seien nicht als Prognose zu verstehen, hiess es.

SRG-Initiative: 52% Nein

Wäre die SRG-Initiative bereits Mitte Januar zur Abstimmung gelangt, hätten 52 Prozent der stimmberechtigten Personen mit fester Teilnahmeabsicht bestimmt oder eher dagegen gestimmt, während 46 Prozent bestimmt oder eher dafür gewesen wären.

Dies entspreche zu Beginn der Hauptkampagnenphase einer Pattsituation, bei lediglich 2 Prozent Unentschiedenen. Hier sei die Meinungsbildung in der frühen Phase des Abstimmungskampfes am meisten fortgeschritten. So geben 78 Prozent der Teilnahmewilligen laut der Umfrage eine feste Stimmabsicht für oder gegen die Vorlage an.

Für Bargeld-Initiative

Das frühe Meinungsbild zur Bargeld-Initiative falle zugunsten der Initiative aus: 65 Prozent der Teilnahmewilligen hätten am 18. Januar 2026 für die Vorlage gestimmt, 31 Prozent dagegen. 4 Prozent waren noch unentschlossen.

Der direkte Gegenentwurf von Bundesrat und Parlament erfahre ähnlich breite Unterstützung: 67 Prozent äusserten sich dafür, 26 Prozent dagegen und 7 Prozent waren noch unentschlossen. In der Stichfrage sei eine Präferenz für den Gegenentwurf auszumachen: Die Meinungsbildung zur Bargeld-Initiative zeige sich erst wenig gefestigt.

In der Tendenz für Individualbesteuerung

Das frühe Meinungsbild zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung fällt zugunsten der Vorlage aus: 64 Prozent der teilnahmewilligen Stimmberechtigten hätten zum Umfragezeitpunkt für die Vorlage gestimmt, 30 Prozent dagegen.

Mehr als drei Viertel der Stimmenden gehen von einer Annahme aus. Mit 65 Prozent äussert eine Mehrheit der Teilnahmewilligen gefestigte Meinungen für oder gegen die Vorlage. Sechs Prozent sind noch ganz unentschlossen.

Klimafonds-Initiative mit weniger Chancen

Wäre die Klimafonds-Initiative am 18. Januar 2026 zur Abstimmung gelangt, hätte eine relative Mehrheit von 60 Prozent der Stimmberechtigten bestimmt oder eher dagegen gestimmt. 35 Prozent hätten bestimmt oder eher dafür votiert, 5 Prozent äusserten keine Meinung. Das Meinungsbild zur Klimafonds-Initiative sei bereits in einer frühen Phase mittel gefestigt. 64 Prozent der Teilnahmewilligen äussern demnach eine klare Stimmabsicht.

Die Stimmbeteiligung liege mit 47 Prozent bislang nahe am langjährigen Durchschnitt. Realisiert wurde die Befragung zwischen dem 12. Januar und dem 26. Januar 2026 bei 15’371 Stimmberechtigten. Der statistische Fehlerbereich betrage +/-2,8 Prozentpunkte.

Andere Umfrage mit ähnlichem Bild

Zu ähnlichen Schlüssen war eine erste Abstimmungsumfrage von «20 Minuten» und Tamedia gekommen. Gemäss dieser hat die Klimafondsinitiative keine Chance. Zustimmung zeichne sich dagegen klar für die Individualbesteuerung ab wie auch für die Bargeldinitiative und den Gegenvorschlag dazu. Die Halbierungsinitiative befürworte eine knappe Mehrheit.

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