Das Nationale Komitee Pro Jagdgesetz hat am Freitag auf dem Bundesplatz für ihr Anliegen eine Kundgebung durchgeführt. Mehrere hundert Personen nahmen an dem Anlass teil.
Zur Kundgebung aufgerufen hatten der Verband Jagd Schweiz, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Bauernverband. Delegationen aus allen Kantonen sowie Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Unterstützungskomitees machten auf ihr Anliegen aufmerksam. Alle Teilnehmenden trugen Hygienemasken.
Die Bauern brachten Schafe, Kühe, Ziegen und Pferde mit nach Bern. Auch diese Tiere würden Schutz benötigen, hiess es.
Das eidgenössische Jagd- und Wildtierschutzgesetz regelt, welche Wildtiere geschützt sind, welche Tierarten gejagt werden dürfen und wann Schonzeiten gelten. Die eidgenössischen Räte beschlossen im vergangenen Jahr, den Schutz der Wölfe und anderer Arten zu lockern.
Die Behörden sollen die Bestandesregulierung erlauben dürfen, ohne dass Wölfe Schaden angerichtet haben und ohne dass zuvor Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Auch in Jagdbanngebieten sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen. Umwelt- und Tierschutzverbände haben das Referendum ergriffen. Sie argumentieren, dass das Gesetz dem Artenschutz zu wenig Rechnung trage. Am 27. September findet die eidgenössische Abstimmung statt.