Die ständerätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WKB) will kein Programm «Jugend und Ernährung». Es gebe zwar Handlungsbedarf, der Weg sei aber der falsche, befand die Kommissionsmehrheit.
Die Kommission gab einer parlamentarischen Initiative mit 6 zu 2 Stimmen keine Folge, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Sie hat damit einem Beschluss der Schwesternkommission nicht zugestimmt. Die WBK sieht zwar durchaus Handlungsbedarf bei der Gesundheitsförderung von Jugendlichen. Allerdings erachtet sie den Weg über diese Initiative als nicht zielführend.
Die Initiative verlangt ein Programm nach dem Vorbild «Jugend und Sport» respektive «Jugend und Musik». Das Programm soll nicht nur die Gesundheit der Jugend, sondern auch regionale und umweltfreundliche Projekte fördern und so zur Nachhaltigkeit beitragen.
Die Kommission möchte aber nicht in die kantonale Schulhoheit eingreifen. Zudem verfüge der Bund bereits über eine Ernährungsstrategie; es bedürfe keiner zusätzlichen Koordination, diese werde von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz garantiert.
Eine Minderheit der Kommission unterstützt die Initiative, gerade weil die vielen, mitunter freiwilligen Massnahmen und Programme eine Koordination auf Bundesebene notwendig machen.