
Die Motion beauftragt den Bundesrat dem Kompetenzzentrum Agroscope klare Aufträge und Ziele für die Forschung zu erteilen.
Agroscope
Der Bundesrat wird in der Motion von Nationalrat Yvan Pahud (SVP, VD) beauftragt, dem Kompetenzzentrum Agroscope einen klaren Forschungsauftrag zu erteilen. Dazu gehören insbesondere die Stärkung der Resilienz der Landwirtschaft, des Wein-, Obst- und Gemüsebaus gegenüber Klimawandel, Schädlingen, Bodenschutz und Biodiversität.
Weiter sei die Förderung der traditionellen Landwirtschaft, der Käseproduktion, des lokalen Know-hows sowie der Schweizer Herkunftsbezeichnungen sicherzustellen. Gleichzeitig soll Agroscope landwirtschaftlich nützliche Innovationen entwickeln, die den Traditionen Rechnung tragen, wie die Anpassung an den Klimawandel, Schädlingsbekämpfung, Resilienz, Ernährungssicherheit sowie der Förderung von Herkunftsbezeichnungen, Schweizer Traditionen und Knowhow.
Strategieplan zu den Forschungsprioritäten
Der Bundesrat habe zudem sicherzustellen, dass Agroscope dem Bund einen umfassenden Strategieplan vorlegt, der die Forschungsprioritäten für die kommenden Jahre definiert und für jeden Bereich, insbesondere Landwirtschaft, Milchproduktion, Wein-, Gemüse- und Obstbau, messbare Ziele sowie das vorgesehene Budget für jeden Bereich ausweist.
Schliesslich sei ausdrücklich festzulegen, dass öffentliche Gelder nicht für Studien zur Entwicklung oder Förderung von pflanzenbasierten Produkten verwendet werden dürfen, die in Konkurrenz zum traditionellen Schweizer Käse stehen.
Im Sinne der Schweizer Landwirtschaft
Die Motion fordert, dass Agroscope ihre Forschung konsequent im Sinne der Schweizer Landwirtschaft, des Wein- und Obstbaus, der Käsetradition, der Nachhaltigkeit und der Lebensmittelsicherheit ausrichte. Laut Pahud sei es nicht akzeptabel, dass öffentliche Gelder für Projekte verwendet werden, die das landwirtschaftliche Erbe oder die Käsetradition der Schweiz gefährden, wie zum Beispiel Forschungsarbeiten zu pflanzlichem Raclette.
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