
Am 26. August führen die Bauernverbände den nationalen «Tag des letzten Cervelats» durch. Sie wollen damit auf die Folgen der Ernährungsinitiative hinweisen.
SBV
Die Ernährungsinitiative kommt am 27. September 2026 zur Abstimmung. Sie verlangt einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent. Dieses Ziel liesse sich nur erreichen, indem der Staat den Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch einschränkt. Das schreibt der Schweizer Bauernverband (SBV), der Teil der Allianz gegen die Ernährungsinitiative ist.
Klick auf die Cervelats
Aus diesem Grund führe die Nein-Allianz am 26. August 2026 den nationalen «Tag des letzten Cervelats» durch. Sie will damit auf die Folgen der Ernährungsinitiative hinweisen. «Neben der geringeren Verfügbarkeit von tierischen wie pflanzlichen Lebensmitteln würden laut der Initiative die verlangten Auflagen die einheimischen Lebensmittel verteuern und damit den Einkaufstourismus ankurbeln», heisst es in der Mitteilung des SBV.
Am «Tag des letzten Cervelats» gibt es an 82 Standorten kostenlose Cervelats, grilliert oder roh. Die Übersichtskarte unter nachfolgendem Link zeigt beim Klick auf die Cervelats, wo und in welchem Zeitfenster die einzelnen Aktionen stattfinden: Tag des letzten Cervelats .
Das will die Initiative
Die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative) will die Verfassung ergänzen. Namentlich fordert sie, dass der Bund einen Selbstversorgungsgrad von mindestens siebzig Prozent anstrebt und entsprechend eine vermehrt auf pflanzliche Lebensmittel basierende Ernährungsweise fördert. Darauf müsste sich die Land- und Ernährungswirtschaft ausrichten, und auch Direktzahlungen müssten entsprechend gestaltet werden.
Erreicht werden müssten diese Ziele innerhalb von zehn Jahren. Weiter müsste der Bund dafür sorgen, dass alle im Land mit Lebensmitteln und mit sauberem Trinkwasser versorgt sind. Bei Stickstoffverbindungen und Phosphor dürfen 2008 definierte Höchstwerte nicht mehr überschritten werden.
Hinter der Initiative stehen Franziska Herren vom Verein «Sauberes Wasser für alle» und sechs weitere Personen. Herren war bereits treibende Kraft hinter der 2021 abgelehnten Trinkwasserinitiative. sda