
Christoph Hagenbuch rückt in den Nationalrat nach.
zvg
Hagenbuch ist seit 2017 Mitglied des Kantonsparlaments. «Probleme lösen, statt bewirtschaften», schreibt er auf seiner Webseite . Er will die regionale Produktion und unabhängige Versorgung stärken. Der Familienvater wohnt in Oberlunkhofen im Bezirk Bremgarten.
75-Hektaren-Betrieb
Der ETH-Agronom bewirtschaftet dort einen Betrieb mit 75 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche, wie auf der Betriebswebsite zu lesen ist . 55 ha sind offene Ackerfläche, 20 ha Grünfläche. Der Betrieb verfügt über mehrere Standbeine.
Auf 20 bis 25 ha werden Getreide und Mais angebaut, auf 10 ha Kartoffeln. Die Gemüseflächen umfassen 10 bis 15 ha plus Zweitkulturen. Zum Betrieb gehören auch 25 Mutterkühe mit Kälbern und Nachzucht der Rasse Angus. Vermarktet wird unter dem Label Swiss Black Angus. Auf dem Hof leben ausserdem 400 Legehennen in zwei mobilen Hühnerställen. Der Betrieb ist seit über 220 Jahren im Besitz der Familie Hagenbuch.
2025 investierte Hagenbuch in den Erdbeeranbau. In Glasgewächshäusern auf Stellagen werden auf 10 Aren Erdbeeren produziert. Seit 2026 pachtet Hagenbuch den Gemüsebaubetrieb von Hilda und Ernst Kämpf in Oberlunkhofen.
Zweiter Ersatzplatz
Bei der Nationalratswahl im Herbst 2023 hatte Hagenbuch den zweiten Ersatzplatz auf der SVP-Liste erobert. Bereits vor ihm war mit Christian Glur (Dezember 2024) ein Landwirt nachgerückt – als Ersatz für die in den Regierungsrat gewählte Nationalrätin Martina Bircher. Mit Alois Huber (seit März 2020) politisiert ein dritter Landwirt für die aargauische SVP. Sie verfügt über sieben der 16 Aargauer Sitze in der Grossen Kammer.
-> Meisterlandwirt im Nationalrat vereidigt
-> Nationalrat: Landwirt vereidigt
Nationalrat und Kantonalpräsident Andreas Glarner gab am Mittwochabend bekannt, dass er per Ende Jahr von beiden Posten zurücktreten werde. Glarner ist seit 2015 Nationalrat und seit 2020 Kantonalpräsident. Es sei laut Glarner an der Zeit, beide Ämter in jüngere Hände zu legen.

